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23.10.2017 14:22

Erstmalig in NRW: 2. Vertrag zwischen ISG und Stadt

Mitte September hatten sich die Hauseigentümer des Werths mit einem überwältigenden Ergebnis klar zu einer Fortführung der gesetzlichen Immobilien-Standort-Gemeinschaft (ISG) Barmen-Werth e.V. bekannt.

Autor: ISG vom 17.10.17

Gute Laune bei der Vertragsunterzeichnung (v. lks.): Mathias Wewer ( 2. Vorsitzende), Oliver Alberts ( 1. Vorsitzende), Oberbürgermeister Andreas Mucke und Rüdiger Bleck (Stadtentwicklung). Foto, auch reprofähig zum Download: Tom V Kortmann

Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Wuppertal und der ISG Barmen für die nächsten fünf Jahre wird dazu in einem Öffentlich Rechtlichen Vertrag geregelt. Es sind zwar rein private Mittel, die die Hauseigentümer des Werths erneut für fünf Jahre zur Verfügung stellen, aber lt. ISG Gesetz in NRW zieht die Stadt Wuppertal die ISG Mittel im Rahmen der jährlichen Grundsteuerbescheide mit ein und muss deren ordnungsgemäße Verwendung lt. ISG Handlungskonzept sicherstellen.

Das mit Stadt und Hauseigentümern abgestimmte Handlungskonzept für den Zeitraum 2018-2022 sieht Schwerpunkte in folgenden Bereichen vor:

Werth-Management

Zusammen mit dem von der Stadt Wuppertal vorgesehenen Innenstadtmanagement im Rahmen der Qualitätsoffensive Barmen soll die Stärkung des Angebots an Waren, Dienstleistung und Gastronomie vordringlich angegangen werden. Dies ist eine der schwierigsten Aufgaben im Bereich der Innenstadtentwicklung und deshalb sollen die in den letzten fünf Jahren aufgebauten Netzwerke und Erfahrungen zu einer gemeinsamen kontinuierlichen Aktion zusammengefasst werden.

Werth-Marketing

Das Barmer Image hat sich durch die Aktivitäten der ISG Barmen in den letzten fünf Jahren deutlich zum Positiven gewandelt. Diesen Weg wird die ISG Barmen konsequent weitergehen. Das umfasst hochwertige Feste wie das letztes Wochenende erfolgreich durchgeführte in NRW einmalige Schokoladenfestival ebenso wie größere und kleinere Maßnahmen, die die vielfältigen Anreize Barmen einen Besuch abzustatten, entsprechend kommunizieren.


Werth-Erscheinungsbild

In der zweiten Laufzeit der ISG Barmen soll der Werth komplett umgestaltet werden. Als älteste Fußgängerzone Deutschlands 1963 gebaut, wird er damit nach knapp 60 Jahren wieder für die nächsten Jahrzehnte fit gemacht. In diesen Prozess, den die ISG Barmen selber in den letzten Jahren mit vielen Workshops und Gesprächsrunden angestoßen hat, wird sie sich weiterhin intensiv einbringen und u.a. mit den Mitteln des bereits bewilligten ISG-Verfügungsfonds entsprechende qualitative Aufwertungen, Ergänzungen etc. durchführen. Der Werth wird auch künftig ein entspannter Aufenthaltsort für die ganze Familie sein, bequeme Einkaufsmöglichkeiten mit kurzen Wegen bieten und immer wieder erlebnisreiche Highlights setzen. Schon jetzt sind über dem Werth die glänzenden Drähte der Überspannungen als zukunftssichere variable Unterkonstruktion z.B. für den Barmer Lichterzauber sichtbar, der voraussichtlich Mitte November eingeweiht wird.

Obwohl das ISG-Gesetz in 2008 verabschiedet wurde, war die ISG Barmen-Werth die erst dritte mit entsprechenden Anforderungen verbundene gesetzliche Immobilien-Standort-Gemeinschaft in NRW. Inzwischen hat das Barmer Beispiel Schule gemacht und nicht nur in Remscheid und Solingen sind weitere entstanden. Während in Hamburg oder Hessen ISGs es schon häufiger geschafft haben, in eine zweite Laufzeit zu kommen, ist der Vertragsabschluss in Wuppertal eine Premiere für NRW.

Zur Unterschrift, des zwischen den städtischen Ressorts und der ISG Barmen ausgehandelten Öffentlich-Rechtlichen-Vertrags, sind neben den städtischen Ressortleitern und den Vertretern der ISG Barmen auch der Oberbürgermeister Andreas Mucke in die Räume der Concordia direkt gegenüber dem Wuppertaler Rathaus gekommen.
Der erste Vorsitzende der ISG Barmen Oliver Alberts freut sich mit seinen Vorstandskollegen darauf Barmen in den nächsten fünf Jahren zusammen mit den Entscheidungsträgern in Stadt und Land entscheidend mitprägen und verändern zu können.
Stadtentwicklung ist ein lebendiger Prozess und mit den gemeinsamen Anstrengungen der ISG-Barmen als privater Institution und der konstruktiven Zusammenarbeit mit der Verwaltung als öffentlicher Institution, werden diese Prozesse in ein lebenswertes, im Aufbruch begriffenes Barmen münden, welches für Bewohner und Besucher neue Qualitäten bereithält, fasst Oberbürgermeister Andreas Mucke die positive Stimmung zusammen.

Dateianlagen:
 ISG_Vertrag2017__TVK.jpg (757 KB )