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02.01.2018 15:25

Jahresbilanz zum Arbeitsmarkt in Wuppertal

„Der Arbeitsmarkt hat sich im bergischen Städtedreieck im Jahr 2017 positiv entwickelt. Die Beschäftigung hat nicht nur zugenommen, sondern wird auch zunehmend flexibler. Frauen und Männer möchten Familie und Beruf gut miteinander vereinbaren“, so Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.

Autor: Agentur für Arbeit vom 21.12.17

Der Arbeitsmarkt in Wuppertal
In Wuppertal waren im Jahr 2017 durchschnittlich 16.679 Personen arbeitslos gemeldet. Das waren 605 Personen oder 3,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor und 3.107 weniger (-15,5 Prozent) als im Jahr 2010. Von den 16.679 Personen wurden etwa ein Viertel (25,6 Prozent oder 4.269 Personen) von der Arbeitsagentur und 12.410 vom Jobcenter betreut. In beiden Rechtskreisen ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Jahr 2010 deutlich gesunken.

Die Arbeitslosenquote betrug im Jahresschnitt 9,3 Prozent und damit 0,5 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2016.

Es meldeten sich im Schnitt 44.842 Menschen insgesamt in Wuppertal arbeitslos. Auf die Agentur für Arbeit entfielen im Schnitt 16.073 Arbeitslosmeldungen, das wa-ren 1.421 Personen oder 9,7 Prozent mehr als im Jahr 2016. Beim Jobcenter Wup-pertal meldeten sich durchschnittlich 28.769 Menschen arbeitslos. Das waren 73 o-der 0,3 Prozent weniger als im Jahr davor.

Auf der anderen Seite konnten 45.775 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Es meldeten sich im Schnitt 15.568 Menschen, die von der Agentur für Arbeit betreut wurden ab, das waren 1.693 Personen oder 12,2 Prozent mehr als im Jahr 2016. Beim Jobcenter Wuppertal meldeten sich durchschnittlich 30.207 Menschen aus der Arbeitslosigkeit ab, das waren 604 oder 2,0 Prozent mehr als im Jahr davor.

In Wuppertal ist der Anteil der arbeitslosen Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung im Jahresschnitt mit 64,3 Prozent oder 10.728 Menschen am höchsten im Städtedreieck. In Solingen haben 59,4 Prozent und in Remscheid 56,5 Prozent keinen Abschluss.

In Wuppertal waren durchschnittlich 6.858 Ausländer arbeitslos gemeldet, 392 Personen oder 6,1 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Im Jahresschnitt waren 1.672 junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahre in Wup-pertal auf Jobsuche, 36 oder 2,2 Prozent mehr als im Jahr 2016.

Die Gesamtgröße der Unterbeschäftigung liegt in Wuppertal am höchsten von den drei Städten des bergischen Städtedreiecks. Darin wird die Gesamtzahl der registrierten Arbeitslosen zuzüglich der Personen, die aktuell an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder sich in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus befinden und damit aktuell nicht als arbeitslos gelten, dargestellt. Die Unterbeschäftigung ist in den letzten drei Jahren kontinuierlich gestiegen und liegt nun auf dem höchsten Stand seit fünf Jahren. Die Unterbeschäftigungsquote des Jobcen-ters Wuppertal ist mit im Jahresschnitt 2017 13,7 Prozent mit deutlichem Abstand die höchste im Städtedreieck. Die Unterbeschäftigungsquote der Arbeitsagentur be-trägt im Jahresschnitt 2,7 Prozent.

Die Langzeitarbeitslosigkeit ist in Wuppertal in den letzten fünf Jahren kontinuierlich gesunken. Im Jahresschnitt waren im Jahr 2017 insgesamt 6.432 Personen ein Jahr oder länger arbeitslos gemeldet, das waren 115 weniger als im Schnitt des Jahres 2016. Die überwiegende Zahl (92 Prozent) der Langzeitarbeitslosen werden vom Jobcenter Wuppertal betreut. Im Vorjahresvergleich ist die Langzeitarbeitslo-sigkeit im Jobcenter um 0,9 Prozent und bei der Arbeitsagentur um 11,4 Prozent gesunken.
Arbeitgeber in Wuppertal suchten durchschnittlich 2.147 Arbeitskräfte, das sind 257 Stellen oder 13,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Es wurden durchschnittlich 9.123 Stellen gemeldet und damit 1.039 oder 12,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Abgemeldet wurden durchschnittlich 8.713 Stellen, das waren 688 oder 8,6 Prozent mehr als im Jahr 2016.
Ein Blick auf die Beschäftigung nach Wirtschaftszweigen zeigt, in welchen Branchen im letzten Jahr Arbeitsplätze in Wuppertal entstanden sind. Zu den Wachstumsbranchen gehört beispielsweise das Sozialwesen, die Branche Erziehung und Unterricht, der Landverkehr und Transport in Rohrfernleitungen, der Einzelhandel sowie das Gesundheitswesen. Auf der anderen Seite gingen in Wuppertal im letzten Jahr unter anderem Arbeitsplätze im Maschinenbau oder in der Herstellung von Kraftfahrtzeugen und deren Teile verloren.

„Für das nächste Jahr gehe ich davon aus, dass sich aufgrund der stabilen Konjunktur die Arbeitslosigkeit und die Beschäftigung positiv entwickeln werden. Der Arbeitsmarkt ist in einer robusten Verfassung und es gibt auch keine Hinweise aus den Frühindikatoren, dass sich eine Veränderung abzeichnet“, so Martin Klebe.