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12.11.2020 07:54

Abriss der Bergischen Sonne steht kurz bevor

Lange stand das Freizeitbad Bergische Sonne leer. Die Zeit und zahlreiche Vandalismusschäden haben dem Gebäude zugesetzt. Nun werden erste Veränderungen sichtbar.

Foto: WiFö

Foto: WiFö

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Bagger fahren auf dem Gelände hin und her. Das Knattern eines Kompressors hallt durch das Gebäude. Verschiedene Hufen Bauschutt türmen sich auf. Metall, Styropor und Steine werden von zehn Arbeitern getrennt. Es sind Vorbereitungen, die eine neue Ära an der Lichtscheider Straße 90 einläuten sollen.

Der alte Gebäudekomplex der Bergischen Sonne wird in den kommenden Monaten komplett abgerissen. Danach wird die über 19.000 Quadratmeter große Fläche neu entwickelt. Ziel ist die Realisierung eines neuen Standorts für technologieorientierte Firmen unter dem Titel „Smart Tec Campus Wuppertal“.

Abriss mit großem Aufwand
Bei der Revitalisierung der Fläche arbeitet die Stadt Wuppertal eng mit NRW.URBAN zusammen. Bei den gemeinsamen Planungsgesprächen wurde schnell deutlich, dass die Umwandlung vom ehemaligen Freizeitbad zu einem neuen Technologiestandort ein aufwendiges Projekt wird. Beim Abbruch werden insgesamt 7.300 Kubikmeter Beton geschreddert, die als recyceltes Material wiederverwendet werden. 350 Tonnen Holz fallen allein durch den Rückbau der Dachkonstruktion an.  

Vor wenigen Wochen haben die Stadt und die Wirtschaftsförderung den Abrissauftrag an eine Bietergemeinschaft aus Lünen vergeben. Die Köster Abbruch GmbH und die Prümer GmbH sind nun auf der Baustelle aktiv.

Die Zeitachse steht
Sobald die vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen sind, startet der Abriss mit schwerem Gerät. Rund fünf bis sechs Monate soll diese Phase dauern. Parallel geht der Standort in die Vermarktung, die die Wirtschaftsförderung Wuppertal übernimmt. Interessierte Unternehmen haben bereits jetzt die Möglichkeit, Flächen auf dem zukünftigen Smart Tec Campus zu erwerben.
Im Frühjahr 2021 sollen die Abrissarbeiten abgeschlossen sein. Danach wird die Infrastruktur mit Fernwärme, Strom, Wasser und Glasfaser eingerichtet. Anfang 2022 soll die Fläche dann soweit vorbereitet sein, dass Unternehmen und Investoren mit dem Bau ihrer neuen Bürostandorte oder Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen beginnen können.