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02.03.2020 14:13

Die ISG Barmen blickt auf erfolgreiche Jahre zurück

In der Galerie der Stadtsparkasse in der Barmer Fußgängerzone können Besucherinnen und Besucher sich einige Wochen lang über die Arbeit der ISG informieren. Eine Ausstellung zeigt, was alles in den letzten Jahren erreicht wurde.

Thomas Helbig, Geschäftsführer der ISG Barmen, bei der Ausstellungseröffnung in der Galerie der Stadtsparkasse am Rolingswerth.

Ein Highlight im letzten Jahr: Die 1. Barmer Lichterkirmes mit Mega-Riesenrad.

„Angefangen hat alles mit der Umgestaltung der Verteilerkästen“, erinnert sich Thomas Helbig, Geschäftsführer der ISG Barmen. Nachdem die Immobilien-Standort-Gemeinschaft Barmen-Werth 2013 ihre Arbeit aufgenommen hat, war dies eine der ersten Aktionen. Die damals unansehnlichen Kästen wurden durch Künstler optisch in Waffeln, Käse oder Schokolade verwandelt. Aus „Wegguckern wurden Hingucker“ und beliebte Foto-Motive.

Es folgten zahlreiche weitere Aktionen. Einen Überblick über das Engagement der ISG in den letzten sieben Jahre zeigt nun eine Ausstellung. Im Foyer der Stadtsparkasse am Rolingswerth hängen zehn gerahmte Poster an der Wand. Daneben laufen 30 Fotos über einen Bildschirm. „Wenn man das Ganze so zusammengefasst sieht, merkt man doch, dass da ganz schön viel zusammengekommen ist“, stellt Thomas Helbig fest.


„Etwas Neues und Unverwechselbares machen“

Die ISG Barmen ist die drittgrößte Immobilien-Standort-Gemeinschaft in NRW. Sie wird durch private Mittel der Hauseigentümer am Werth finanziert. Nach der Gründung 2011 und der Ausarbeitung eines Konzepts, konnte zwei Jahre später mit der Umgestaltung der Fußgängerzone begonnen werden.

Die ersten sichtbaren Veränderungen erreichte die ISG durch die Entfernung von veraltetem Mobiliar und der Installierung neuer Bänke. Zudem wurden die Schaufenster von Leerständen optisch aufgewertet und mit Paul Decker ein City-Hausmeister etabliert.

Doch das sollte noch längst nicht alles sein. „Es war klar, dass es nur Sinn macht, so viel Arbeit hineinzustecken, wenn wir etwas Neues und Unverwechselbaren machen“, erzählt Thomas Helbig.
Eine besondere Rolle spielt deshalb die Beleuchtung. Mit dem „Barmer Lichterzauber“ hat die ISG ein Großprojekt gestemmt. Seit Winter 2017 leuchten 211 Kugeln, deren Form an Garnknäule und damit an die Rolle Wuppertals als historisch wichtigen Textilstandort erinnert, über der Fußgängerzone. Zusammen mit der riesigen Weihnachtskugel auf der B7, dem Winter-Tuffi am Alten Markt und weiteren Leucht-Elementen machen sie Barmen zur „Stadt der Illuminationen“.  

Aber nicht nur ein ansprechendes Ambiente wurde gestaltet. Um wieder mehr Besucher nach Barmen zu locken und die großen Plätze wie den Geschwister-Scholl-Platz oder den Rathaus-Vorplatz zu beleben, wurden neue Veranstaltungen organisiert. Das Fest Barmen Karibisch, der Historische Handwerkermarkt, die Genuss-Bierbörse oder der Winzermarkt wurden zu festen Veranstaltungsreihen. Aber auch spektakuläre Einzelevents wurden durch die ISG Barmen möglich gemacht – wie etwa die Hochseilartisten vor dem Rathaus, die animierten „sprechenden Köpfe“ oder im letzten Jahr die 1. Barmer Lichterkirmes mit einem 50 Meter hohen Riesenrad. Nicht zu vergessen Deutschlands größtes Schokoladenfestival. Die „chocolART“ hatte in drei aufeinanderfolgenden Jahren Besucher weit über die Grenzen Wuppertals hinaus angezogen.


Barmen zukunftsfähig aufstellen

Mit der Ausstellung über die Arbeit der ISG möchte Thomas Helbig zeigen, was „Barmen vor sieben Jahren alles noch nicht hatte“. Er ist stolz auf die Errungenschaften der ISG und auf seinen Stadtteil. „Wir müssen uns nicht verstecken“, sagt er.

Die ISG hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Barmer Innenstadt „lebens- und liebenswert“ umzugestalten. Das durch den Online-Handel veränderte Konsumverhalten und die zunehmende Stärkung Elberfelds als Stadtzentrum – nicht zuletzt durch die Neugestaltung des Döppersbergs als „Tor zur Stadt“ – haben der Barmer City in den letzten Jahren zu schaffen gemacht. „Der Einzelhandel befindet sich in einem Transformationsprozess. Mit der Neugestaltung des Werths stellen wir Barmen zukunftsfähig auf“, erklärt Thomas Helbig.

Unter dem Motto „Kultur Teppich Barmen“ bekommt die Fußgängerzone ein neues Erscheinungsbild. Durch Mittel der Städtebauförderung wird unter anderem das Pflaster erneuert. In den Seitenstraßen wurde bereits damit begonnen. Auch eine neue Beleuchtung und neue Aufenthaltsmöglichkeiten in der City sollen zum neuen Image Barmens beitragen. „Es wird noch ganz viel passieren“, verspricht Thomas Helbig. „Die Barmer Fußgängerzone wurde in den 1960er Jahren gebaut und ist eine der ältesten in Deutschland. Und bald wird sie eine der Neuesten und Modernsten sein!“