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28.01.2020 12:53

Zukunftstrend: Digitalisierung im Einzelhandel

Bei der Auftaktveranstaltung "Roadshow Handel" gaben Experten eine Aussicht auf die Zukunft des Einzelhandels in Zeiten der Digitalisierung.

Wohin steuert der Einzelhandel in NRW durch die Digitalisierung? Wie kann Digitalisierung im Handel sinnvoll genutzt werden?

In Wuppertal ist die Digitalisierung im Einzelhandel schon länger ein strategisch wichtiges Thema. Die in der Online City Wuppertal engagierten Händler und Dienstleister stellen sich aktiv den Herausforderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt.

Diese Fragen standen nun auch im Zentrum der Auftaktveranstaltung „Roadshow Handel“ bei der IHK Düsseldorf.

NRWs Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie Prof. Dr. Andreas Pinkwart eröffnete die Veranstaltung. In seiner Rede ermutigte er dazu, nicht nur die Probleme und Herausforderungen zu sehen, die die Umstellung im Handel mit sich bringt. Vielmehr sollte man sich über Chancen und Vorteile Gedanken machen. „Der Handel hat eine riesige Chance sich mit Hilfe der Digitalisierung weiterzuentwickeln“, so Pinkwart. „Dieses Kapital müssen wir heben und in den Dienst der Mitarbeiter stellen“.

Der individuelle Kontakt zum Kunden beispielsweise funktioniere auch in der Online-Welt, betonte der Minister. Über Daten beim Online-Kauf könnten Händler die Vorlieben ihrer Kundschaft erkennen und sie so gezielt ansprechen. Die Beziehung zu Stammkunden, die nun jedoch nicht mehr Face-to-Face stattfindet und im persönlichen Kundengespräch entsteht, könnte auf diese Weise über Online-Kanäle gepflegt werden.

Den Anschluss nicht verlieren
Auch wenn die große Konkurrenz durch Online-Handel unbestreitbar ist, dürfe man „den Online-Handel nicht verteufeln“, mahnte auch Jutta Kruft-Lohrengel, Vizepräsidentin der IHK NRW. Stattdessen sollte man davon lernen. Digitalisierung heiße schließlich nicht nur online einzukaufen. Auch Passantenfrequenzmessungen, bargeldloses Bezahlen oder elektronische Warenverzeichnisse gehörten dazu.

Positive Beispiele, welche neuen Wege der Handel gehen könnte, gibt es schon jetzt. Etwa virtuelle Rundgänge durch den Laden mit Hilfe von VR Brillen.

Laut Kruft-Lohrengel hätten Kommunen und Handel die Chance, sich als Smart Citys zu wandeln. Wer diesen Wandel verpasse, läuft Gefahr, abgehängt zu werden.

Um das Innovationspotenzial zu nutzen empfiehlt das Handelsforschungsinstitur Köln in der Studie "Handelsszenarien NRW 2030" die Kernkompetenzen des stationären Handels zu nutzen. Kundenbindung und das Erlebnis beim Einkaufen sind dabei wichtige Faktoren. Zusätzlich gilt es, neu gewonnene Daten, Künstliche Intelligenz und Digitalisierung zu nutzen.

Im Bereich Stadtentwicklung sei entscheidend, das Einzelhandelsangebot in der City im Gleichgewicht zu halten und ein einladendes Ambiente für Besucher zu schaffen. Dazu müssen Leerstände aktiv angegangen, Erneuerungsprozesse unterstützt und die Zusammenarbeit von Akteuren ausgebaut werden.

Die Wirtschaftsförderung Wuppertal begleitet Händler und Dienstleister mit der Online City Wuppertal bei der Bewältigung der Herausforderungen, die mit der Digitalisierung verbunden sind.

 

Ansprechpartnerin:

Frau Nasim Eichmann
info@remove-this.oc-wuppertal.de
Telefon 0202 248 07 35

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