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16.07.2019 14:37

„ÖKOPROFIT“-gierige Unternehmen gesucht

Weniger Ressourcen verbrauchen und dabei Geld sparen – auch bei der elften Auflage hilft das Projekt „ÖKOPROFIT“ Unternehmen dabei, sich ökologisch und ökonomisch zu verbessern. Interessierte können sich noch bewerben.

Mehr Umweltschutz, weniger Kosten: Das ist der Grundgedanke des Projekts ÖKOPROFIT, das im Herbst in die elfte Runde startet.

779 Tonnen CO2, 1.4 Millionen Kilowattstunden Energie und 12 Tonnen Müll – das sind die Mengen, die Bergische Unternehmen durch das Projekt ÖKOPROFIT innerhalb eines Jahres einsparen. Seit 2001 gibt es das Projekt, bei dem bisher 137 Firmen aus der Region teilgenommen haben. Davon kommen 53 aus Wuppertal. Nach zuletzt 2015/2016 startet das Projekt bald in eine neue Runde. Im vierten Quartal 2019 soll es soweit sein. Bis Ende August können sich Unternehmen noch bewerben. Zehn bis 15 Plätze werden vergeben. Die Unternehmensgröße oder die Branche sind dabei völlig egal. Vom Zwei-Mann-Betrieb bis zum Großunternehmen ist alles möglich.


Einfache Maßnahmen, große Effekte

Das Projekt verspricht nicht nur einen Beitrag zum Umweltschutz, sondern auch eine positive Auswirkung auf die Firmenkasse. Denn durch einfachste Maßnahmen zur Reduzierung von Müll, Wasser- und Energieverbrauch können Unternehmen viel Geld sparen. Zum Beispiel durch das konsequente Ausschalten des Lichts, wenn niemand im Raum ist. Oder, indem eine Feststellschraube am Gaspedal die Geschwindigkeit von Gabelstaplern drosselt. Dadurch wird weniger Kraftstoff verbraucht. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass dadurch weniger Unfälle passieren.

Um solche Maßnahmen zielgerecht für einen Betrieb zu entwickeln, sieht sich ein Berater vor Ort um. Dabei werden auch die Mitarbeiter intensiv mit einbezogen. Zwölf Monate dauert die Projektphase. In dieser Zeit finden Workshops zu Themen, wie Stromverbrauch, Wärme, Druckluft und Beleuchtung statt. Aber auch Arbeitssicherheit und Mitarbeitermotivation stehen auf dem Plan.


Viele Teilnehmer, nachhaltiges Engagement

Viele große Wuppertaler Unternehmen waren schon dabei. Unter anderem die Barmenia Krankenversicherung, Coroplast, Knipex und das Helios Klinikum. Aber auch viele mittelständische und kleine Unternehmen haben mitgemacht. Und auch die HUELSEMANN Coatings GmbH wurde 2008 bereits mit dem Ökoprofit-Zertifikat ausgezeichnet. „ÖKOPROFIT ist ein guter Anstoß, um sich mit dem Thema umweltbewusstes Wirtschaften zu beschäftigen. Und man ist dabei ja nicht allein, sondern man ist in einem Netzwerk mit den anderen Teilnehmern und kann sich austauschen“, meint Thomas Hülsemann, Geschäftsführer des Lackherstellers. „Das Gute an dem Projekt ist, dass man von Fachleuten begleitet wird. Die prüfen, wie Ökonomie und Ökologie unter einen Hut gebracht werden können. Das hat uns einen echten Benefit gebracht“, so Thomas Hülsemann weiter.

ÖKOPROFIT ist ein vom Land NRW Gefördertes Projekt. Trotzdem müssen die Teilnehmer einen kleinen, nach Mitarbeiterzahlen gestaffelten Beitrag leisten. Im Gegenzug sollen die Teilnehmer im Durchschnitt jährlich 30.000 Euro Kosten einsparen. Aber das Projekt lohnt sich nicht nur aufgrund des finanziellen Vorteils, sagt Thomas Hülsemann: „Wir sind in der Chemie-Branche tätig. Da ist es wichtig, auch einen positiven Beitrag für die Umwelt zu leisten.“ Und auch nach Ablauf des Projektes, ist der Umweltgedanke immer noch fest in den Köpfen verankert. „Bevor wir neue Maschinen anschaffen, überlegen wir, wie energieeffizient sind die eigentlich?“.

In NRW sind bereits mehr als 1000 Unternehmen mit dem ÖKOPROFIT-Zertifikat ausgezeichnet worden. Das Bergische Städtedreieck ist dabei die engagierteste Region.

Weitere Informationen unter www.oekoprofit-nrw.de
Ansprechpartner für die Anmeldung oder bei Fragen: 
Wirtschaftsförderung Wuppertal
Jürgen Altmann
0202/ 24807-30
altmann@remove-this.wf-wuppertal.de