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07.06.2019 11:20

„Online City Wuppertal“: Händler und Dienstleister übernehmen das Ruder

Das 2014 von der Wirtschaftsförderung gestartete Projekt „Online City Wuppertal“ geht in die nächste Entwicklungsstufe. Das Projekt hat das Ziel, den Wuppertaler Einzelhandel durch eine zunehmende Digitalisierung zukunftsfähig zu machen.

Die Idee der Online City Wuppertal: Einkaufen vor Ort, egal ob im Geschäft oder online.

Mit der „Online City Wuppertal“ wird ein digitaler Marktplatz geschaffen, der den stationären Handel mit dem Online-Handel verbindet. Wuppertaler Einzelhändler bieten somit ihre Waren nicht nur im Laden, sondern auch über das Internet an. Nun geht das Projekt nach knapp fünf Jahren, in denen der Aufbau durch Mittel des Landes gefördert wurde, in eine neue Entwicklungsphase. Die Wirtschaftsförderung, die die Aufbauarbeit koordiniert hat, übergibt die Arbeit an den Verein „talMARKT – Online City Wuppertal e.V.“. Über 50 Händler und Dienstleister sind mittlerweile bei Online City aktiv.

Eine Besonderheit von Online City ist, dass die Händler und Dienstleister sich nicht einzeln im Internet präsentieren, sondern auf einer gemeinsamen Plattform mit eigenem Profil auftreten. Das bringt viele Vorteile mit sich. So können zum Beispiel gemeinsame Werbemaßnahmen geschaltet werden. Durch gezielte Suchmaschinenoptimierung werden einzelne Händler bei der Internet-Suche leichter gefunden, da sie in der Trefferliste weiter oben stehen.

Insbesondere im Bereich Bücher ist das Online-Angebot stark. Aber auch Lebensmittel, wie Weine von „BODA“ und Süßigkeiten vom „Naschkatzenparadies“ sind bei den Käufern beliebt. Ein Erfolgsbeispiel lässt sich zudem im „Futterbuddy“, einem Anbieter für Tiernahrung, finden. Bei den Dienstleistern weisen das CarSharing-Unternehmen „Cambio“ und der Fahrrad-Händler „Radfinesse“ eine hohe Nachfrage auf.

Aber auch abseits des Online-Geschäfts wirkt sich das Projekt positiv für die Händler aus. Nicht nur im Internet, auch im Laden sind höhere Besucherfrequenzen erkennbar. Insbesondere Läden in den Nebenzentren, wie Vohwinkel oder Cronenberg, profitieren durch neu gewonnene Kunden.

Zudem konnte die Bildung einer Händlergemeinschaft 2.0 beobachtet werden. Durch gemeinsame Seminare zur Datenschutzgrundverordnung oder zu digitalen Werbemethoden sowie gemeinsamen Präsentationen, wie dem Frühlingsfest auf dem Laurentiusplatz, weitet sich das Netzwerk der Einzelhändler und Dienstleister aus. Das neue Miteinander ist von gegenseitigen Hilfestellungen und aktiver Unterstützung geprägt.

Um den lokalen Online-Handel auch in der Zukunft nachhaltig zu verankern, wurde vor drei Jahren der Verein talMARKT – Online City e.V. gegründet, der das Projekt nach Beendigung der Förderung fortführen wird.

Natürlich sind neue Mitglieder stets willkommen. Die Grundgebühr, um Waren über Online City zu verkaufen, beträgt 50 Euro pro Monat. Wenn nur das Händlerprofil oder das Dienstleistungsangebot im Netz präsentiert werden soll und das allgemeine Leistungsangebot des Vereins in Anspruch genommen wird, beträgt der Vereinsbeitrag 25 Euro pro Monat.