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03.05.2021 10:07

Wuppertaler Betriebe profitieren von neuer RWP-Förderrichtlinie

Das Regionale Wirtschaftsförderungsprogramm (RWP) fördert kleine und mittlere Unternehmen, die durch Investitionen Arbeitsplätze sichern oder neu schaffen. Dank verbesserter Konditionen ist das Programm nun auch für Großunternehmen deutlich attraktiver.

Foto: Pixabay

Das NRW-Wirtschaftsministerium hat die Konditionen der gewerblichen Investitionsförderung in strukturschwachen Gebieten – dazu zählt auch Wuppertal - zum Vorteil der Antragsteller großzügig angepasst. Die vergünstigten Konditionen gelten bis Ende 2021, wobei eine Antragsfrist bis zum 30.09.2021 eingehalten werden sollte.

Durch RWP werden Investitionen in das Sachanlagevermögen mit nicht-rückzahlbaren Zuschüssen gefördert, z.B. Anlagen, Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung ab einem Investitionsvolumen von 150.000 Euro.

Ob es der Bau einer neuen Produktionshalle oder die Modernisierung des Maschinenparks ist – bei größeren Vorhaben lohnt sich ein Blick auf die vergünstigten Konditionen.

Das ist neu:

  • Förderanlass Betriebserweiterung / Ausbau der Kapazitäten: Eine Bedingung der Förderung ist, dass im Rahmen der Investition neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen werden. Künftig reicht dabei ein Zuwachs von 5% auf den Arbeitsplatzbestand. Bisher wurde ein Nettozuwachs von 10% vorausgesetzt.
  • Erhöhung der Kostenbegrenzung: Als förderfähige Kosten werden künftig Investitionen bis zu 500.000 Euro je neu geschaffenem Arbeitsplatz berücksichtigt. Bisher waren es 250.000 Euro je neuem Arbeitsplatz.
  • Im Anwendungsbereich „Bundesregelung Kleinbeihilfen“ bzw. nach der „De-minimis“-Verordnung können nach Maßgabe der jeweiligen Höchstbeträge (max. 1,8 Mio. Euro Gesamtbetrag nach der Kleinbeihilferegelung bzw. max. 200.000 Euro Gesamtbetrag innerhalb von drei Steuerjahren) folgende Förderhöchstsätze gewährt werden:

    Kleine Unternehmen            50%
    Mittlere Unternehmen          40%
    Großunternehmen                30%

    Großunternehmen ab 250 Beschäftigten werden wie KMU behandelt, d.h. auch sie müssen einen Arbeitsplatzzuwachs von nur 5% realisieren. Bisher wurde u.a. ein Arbeitsplatzzuwachs von 10%, aber mindestens 30 Vollzeitstellen vorausgesetzt.

    Die Unternehmen müssen in diesem Fall nachweisen, welche Kleinbeihilfen sie bereits erhalten haben, z.B. Überbrückungshilfen, KfW-Schnellkredit etc. Der nicht ausgeschöpfte Anteil kann als Zuschuss unter den o.g. Sonderkonditionen gewährt werden.

    Diese erhöhten Fördersätze finden ebenso Anwendung in dem zweiten, dem „Lohnausgaben bezogenen“-Ansatz des RWP-Programms, der sich auf die Bruttolohnausgaben fokussiert.
  • Der Investitionszeitraum wird von 36 auf 42 Monate verlängert.

 

Förderbeispiel:

Ein Unternehmen mit 40 MitarbeiterInnen möchte neue Anlagen im Wert von 1,2 Millionen Euro kaufen. Die Schaffung neuer Arbeitsplätze wird mit der Einstellung zwei neuer Beschäftigter erfüllt.

Nach der Kappungsgrenze der förderfähigen Höchstgrenze mit 500.000 Euro pro neuen Arbeitsplatz, kann 1 Million Euro der Investitionskosten berücksichtigt werden. Nach der Anwendung des Fördersatzes der Kleinbeihilfenregelung von 50 Prozent beträgt der Zuschuss 500.000 Euro, die das Unternehmen beim Kauf neuer Anlagen als Zuschuss dazubekommt. 


Die neue RWP-Richtlinie gilt bis Jahresende. Anträge müssen bis zum 30.09.2021 vollständig bei der Bewilligungsbehörde NRW.BANK vorliegen. Über Anträge, die nach dem 30.09.2021 gestellt oder vervollständigt werden, kann nur in Ausnahmefällen und abhängig von den verfügbaren Bewilligungskapazitäten entschieden werden.

„Sofern Unternehmen Investitionen planen und personell wachsen möchten, sollten sie diese Chance unbedingt nutzen. Wir prüfen gerne vorab kostenlos, ob Ihre gewerblichen Vorhaben förderfähig sind. Sie können nur profitieren“, so Necla Gündüz, Fördermittelberaterin bei der Wirtschaftsförderung Wuppertal.


Kontakt:

Necla Gündüz
Telefon: (02 02) 2 48 07-13
guenduez@wf-wuppertal.de