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14.07.2017 11:46

Stabilität im nordrhein-westfälischen Metallhandwerk

Zum Ende des ersten Halbjahres 2017 ist die Stimmung im nordrhein-westfälischen Metallhandwerk von weitgehender Stabilität gekennzeichnet. Etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen schätzen ihre aktuelle Lage als gut oder besser ein, jedes Sechste maximal mit ausreichend.

Autor: PM Fachverband Metallhandwerk vom 14.07.17

Der Auftragsbestand beträgt knapp neun Wochen, dabei liegt die Auftragsreichweite beim Maschinen- und Werkzeugbau drei Wochen unterhalb des Vorquartalwertes. Die Mehrzahl der Unternehmen rechnet auch für den Rest des Jahres mit einer stabilen Auftragslage. Nach wie vor ist die Investitionsneigung der Metaller in NRW gebremst: Lediglich jedes zweite Unternehmen plant weitere Investitionen. Hierfür sind nicht zuletzt die am Markt erzielbaren Preise verantwortlich: Fast jeder zweite Betrieb kann lediglich ausreichende oder mangelhafte Preis realisieren.

Leicht verschärft zum Vorquartal hat sich die Lage beim Fachkräftemangel. Annährend zwei von drei Unternehmen sehen hierin eine der zentralen Herausforderungen der nächsten Monate. In seiner Bedeutung weiter gewonnen hat der sich weiter verschärfende Preiswettbewerb. Mehr als 54 % der befragten Unternehmen sehen diese Entwicklung mit zunehmender Sorge. Gleichzeitig steigen die Kosten der Vorleistungen.

„Auch, wenn das nordrhein-westfälische Metallhandwerk nicht einen Stimmungsrekord nach dem anderen vermelden kann, so lässt es sich in seiner Vielschichtigkeit auch nicht von der allgemein guten Entwicklung abhängen“, so Stephan Lohmann, Geschäftsführer des Fachverbandes Metall NW. „Leider bremst der Fachkräftemangel manche Unternehmen in ihrer Entwicklung. Zudem tragen steigende Preise bei Vorleistungen und Materialien gepaart mit einem – auch bei hohen Auslastungen zu beobachten Preiswettbewerb auf den Absatzmärkten nicht zu einer besseren Ertragslage bei. Die nach wie vor zu beobachtende Investitionszurückhaltung ist Ausdruck dieses Dilemmas.“