Sie befinden sich hier

26.01.2017 12:43

Jugend packt Energiewende an

24 Wuppertaler Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 11 erlebten Klima- und Umweltschutz hautnah beim zweiten Bergischen Energiewende:Camp.

Autor: PM KURS 21 vom 26.01.17

Vier Tage lange erlebten Jugendliche die Energiewende hautnah – hier beim Experimentieren mit einer Brennstoffzelle (Foto: KURS 21 e.V.)

Vom 23. bis 26. Januar besuchten die Jugendlichen verschiedene regionale Stationen der Energiewende, um Technologien kennenzulernen, mit Experten zu diskutieren und sich abschließend über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in diesem Bereich zu informieren. Organisiert wurde die viertägige Veranstaltung vom Verein KURS 21, einem Bildungsdienstleister an der Schnittstelle Schule-Wirtschaft. Im Technologiezentrum Wuppertal W-tec führte Thomas Lemken, Geschäftsführer von KURS 21, die Schülerinnen und Schüler zunächst umfassend an das Thema Energiewende heran. In der Bergischen Universität Wuppertal demonstrierte im Anschluss Benjamin Krüger von der Fakultät für Elektrotechnik, Informationstechnik und Medientechnik, wie man Sonnenenergie zur Stromproduktion nutzt. Besonders beindruckt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler von der großen Photovoltaikanlage auf der Campusanlage. Anhand von Modellversuchen simulierten die Jugendlichen schließlich, wie Solarzellen und Windkraftanlagen funktionieren – unterstützt wurden sie dabei vom Kooperationspartner zdi-Zentrum BeST Bergisches Schultechnikum.

Tag 2 fand statt im Innovationszentrum NRW, das in der VillaMedia angesiedelt ist. Geschäftsführer Jörg Heynkes präsentierte zu Beginn die Möglichkeiten heutiger Elektromobilität. Nach einem Abstecher in das Klimaquartier Arrenberg entwickelten die Energiewender von morgen dann ihre eigenen Visionen davon, wie ein Klimaquartier nach ihrem Geschmack aussehen könnte. Am dritten Tag lernte die Schülergruppe bei einem „Klimafrühstück“, wie Ernährung und Klimawandel zusammenhängen – und wie sie ihr eigenes Essverhalten diesbezüglich verbessern können. Im EnergyLab des Wissenschaftsparks Gelsenkirchen durften die Jungen und Mädchen im Anschluss mit Brennstoffzellen experimentieren und die Leitung eines Kraftwerks simulieren.

Der letzte Tag des Bergischen Energiewende:Camps startete mit einer spannenden Führung durch das Heizkraftwerk Elberfeld. Exemplarisch wurde so veranschaulicht, wie kommunale Energieversorgung vor der eigenen Haustür heute funktioniert. Mit all dem neuen Wissen und den vielen Eindrücken aus der Woche richteten die Schülerinnen und Schüler schließlich den Blick in die Zukunft: In der Ökostation Bauen und Technik erfuhren sie, in welchen Berufen und Studienfeldern sie ihre persönliche Energiewende am besten umsetzen können – in intensiven Gesprächen mit Vertretern der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, der Bergischen Universität und dem Wissenschaftspark Gelsenkirchen.

Norbert Peikert, 1. Vorsitzender von KURS 21:
„Die Schülerinnen und Schüler haben beim zweiten Bergischen Energiewende:Camp erfahren, was bürgerliches Engagement, Verantwortung gegenüber Umwelt sowie Gesellschaft bedeuten und welch innovatives Potenzial in diesen Themenfeldern liegt. Sie haben eine Woche lang viel persönliche Energie investiert, um mit Vertretern von Wirtschaft und Wissenschaft in den Dialog zu treten und ihre persönliche Vision der Energiewende zu entwickeln. Das war eine gelungene Fortsetzung.“

Arien Gaubig, Schüler vom Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium:
„Das ist etwas für die Zukunft und die Energiewende oder der Klimawandel sind was ganz, ganz Aktuelles. Und auch unsere Generation ist die, für die das wichtig wird, auch um das weiterzugeben. Das ist was Anderes als immer nur in der Schule zu sitzen und das theoretisch zu sehen.“