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23.11.2016 15:40

Mach’s Marie! Technik und Talent – Der erste Mädchenkongress im Bergischen Städtedreieck

Einen Tag lang beschäftigten sich rund 70 Mädchen beim ersten Mädchenkongress des zdi-Zentrums BeST und dem Bildungsdienstleister KURS 21 e.V. mit den Themen Technik und Talent. Ein geglücktes Experiment, das im nächsten Jahr wiederholt werden soll.

Autor: PM zdi BEST vom 23.11.16

MACH’S MARIE, StarterKit für Mädchen – Zukunft für Einsteigerinnen (Fotos: zdi BEST)

MARCH’S MARIE Technik und Talent – Die glücklichen Gewinner der Tombola

„Der Kongress war richtig interessant, wir haben viel gelernt und Neues entdeckt“, so das Resümee von Svenja (14) und Chiara (15) nach einem erlebnisreichen Tag beim ersten Mädchenkongress im Bergischen Städtedreieck am 22. November. Konzipiert worden war er vom Bergischen Schul-Technikum zdi-Zentrum BeST und dem Bildungsdienstleister KURS 21 e.V.. »Mach’s Marie! Technik und Talent« bot Schülerinnen ab der 9. Klasse in der Bergischen Universität Wuppertal einen ganzen Tag mit Impulsvorträgen von Unternehmerinnen und Fachfrauen sowie Workshops, die den Spaß am Umgang mit modernen Technologien wecken sollten. Geboten wurden auch professionelle Trainings zur Unterstützung der eigenen beruflichen Entwicklung und ihres Rollenverständnisses.

Rund 70 Mädchen verfolgten gespannt die Vorträge von Silke Jungmann, Geschäftsführende Gesellschafterin des Druckhauses Ley + Wiegandt („Als Frau in einer Männerdomäne – Wie ich wurde, was ich bin“) und Michelle Marks von der Feuerwehr Wuppertal („Wie kommt Frau zur Feuerwehr“). Und auch die vier Workshops ließen kaum Wünsche offen. Gleich, ob es um Webseitengestaltung, Spieleprogrammierung, Berufsplanung oder den Mut zur eigenen Meinung ging. Die Abschlussdiskussion zeigte, wie gut das Konzept ankam. Einziger Kritikpunkt von einigen Mädchen war, dass mehr Zeit für die verschiedenen Themenbereiche schön gewesen wäre.

Martina Völker von der Gleichstellungsstelle der Stadt Wuppertal, die den Workshop „StarterKit für Mädchen – Zukunft für Einsteigerinnen“ leitete, ist vom Konzept der Veranstaltung überzeugt „Die Mädchen können ein Bewusstsein für ihr Mädchen-Sein entwickeln, sich mit dem Thema Selbst- und Fremdwahrnehmung beschäftigen oder sich mit Rollenklischees auseinandersetzen. Der Tag trägt dazu bei, den eigenen Horizont zu erweitern und bietet an vielen Stellen wertvolle, kleine Impulse und Aha-Erlebnisse“.

Auch Coach Bettina Gallagher, die das Thema Selbstbewusstsein in den Mittelpunkt ihres Workshops stellte, findet es gut, dass es den Kongress gibt: „Gerade in der heutigen Zeit, in der viele alte Rollenklischees wieder auf dem Vormarsch sind, ist es wichtig, Selbstwertgefühl aufzubauen, um sich – losgelöst von anderen – zu behaupten.“

Marie und Antonia, beide 14, hat das Konzept überzeugt. „Es war eine sehr gute Mischung aus Vorträgen und der Möglichkeit, in den Workshops viel selber zu machen und Erfahrungen zu sammeln.“

Für die Tombola zum Abschluss der Veranstaltung stiftete das Unternehmen Rinke Connect die „Entwicklung einer persönlichen Karrierestrategie“ als Preis, die Firmen K. A. Schmersal GmbH & Co. KG und Gebr. Becker GmbH aus Wuppertal ermöglichen jeweils ein einwöchiges Ferienpraktikum im technischen Bereich.

Das Projekt zdi-Zentrum BeST wird seit 2008 von der Bergischen Universität Wuppertal getragen und finanziell vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie von der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit unterstützt. Engagierten Unternehmen im Bergischen Städtedreieck gibt das Bergische Schul-Technikum die Möglichkeit, im Rahmen des Projektes Nachwuchskräfte zu akquirieren und es ergänzt bereits existierende Aktivitäten, um junge Menschen frühzeitig für naturwissenschaftlich-technische Berufe zu interessieren. Die Teilnahme an allen Kursen des Bergischen Schul-Technikums ist für die Schülerinnen und Schüler freiwillig und kostenfrei.