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10.11.2016 17:28

Studie: "Forschung und Entwicklung bergischer Unternehmen im internationalen Kontext"

Die Forschung und Entwicklung bergischer Unternehmen im internationalen Kontext steht im Mittelpunkt einer neuen Studie des Jackstädtzentrums für Unternehmertums- und Innovationsforschung. Darin identifizieren die Forscherinnen und Forscher der Bergischen Universität Wuppertal Motive, Hemmnisse und Best Practice-Beispiele bergischer Unternehmen bei der Durchführung international ausgerichteter Forschung und Entwicklung (FuE). Die Studie, durchgeführt mit der Unterstützung der IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid, soll dem Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis im bergischen Städtedreieck dienen.

Autor: PM Uni vom 10.11.16

Aus den Ergebnissen der Studie geht hervor, dass 71 Prozent der befragten Unternehmen Forschung und Entwicklung durchführen oder beauftragen. Knapp 30 Prozent dieser Unternehmen gaben an, ihre FuE-Aktivitäten internationalisiert zu haben. Internationalisierte Unternehmen, also Unternehmen, die Forschung und Entwicklung auf internationaler Ebene durchführen, und nicht internationalisierte Unternehmen nehmen die Chancen der FuE-Internationalisierung ähnlich wahr, wobei der Zugang zu neuen Märkten sowie zu ausländischem Wissen und Personal die wichtigsten Motive sind. „In Bezug auf die wahrgenommenen Hemmnisse unterscheiden sich internationalisierte und nicht internationalisierte Unternehmen deutlich. Der mögliche Verlust von Wissen und geistigem Eigentum ist das größte Internationalisierungshemmnis aus Sicht noch nicht internationalisierter Unternehmen. Bereits internationalisierte Unternehmen sehen das größte Hemmnis darin, verlässliche Partner im Ausland zu finden“, so die Zusammenfassung der Wissenschaftler. Dieser Unterschied sollte, so betont Prof. Dr. Diemo Urbig, beachtet werden, wenn Politik und Verbände Instrumente entwickeln, die nicht internationalisierte Unternehmen bei ihren ersten Schritten der Internationalisierung unterstützen sollen.

Die innovationsstarken Unternehmen der Befragung zeichnen sich dadurch aus, dass sie bei der Internationalisierung von Forschung und Entwicklung verstärkt auf Praktiken des Personaltransfers zurückgreifen. „Das legt nahe, dass schwer zu übertragendes implizites Wissen leichter zwischen In- und Ausland übermittelt werden kann, wenn ein stetiger grenzübergreifender Personalaustausch stattfindet“, erklärt Studienleiter Philip Steinberg. So könne neu gewonnenes Wissen effizienter angewandt und mit bereits bestehendem Wissen kombiniert werden, „was letztlich in einer erhöhten Innovationsleistung des Unternehmens resultieren kann“, so Steinberg.

Die komplette Studie kann per E-Mail angefordert werden.