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19.11.2015 13:21

Dritter Bergischer Innovations- und Bildungskongress in Solingen

Über 120 Teilnehmer konnte Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach heute (18.11.) beim 3. Bergischen Innovations- und Bildungskongress im Gründer- und Technologiezentrum der Klingenstadt begrüßen. Darunter war auch NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze. Kurzbach betonte den Wert innovativer Wege zur Entwicklung der Region. „Eine gute Bildungslandschaft, eine attraktive Umgebung, vor allem aber eine familienfreundliche Stadt sind harte Faktoren, von denen heute Standort-Entscheidungen abhängen.“

Autor: PM IHK

Foto: IHK/Günter Lintl

Im Rahmen des Kongresses erhielt Dr. Juliane Köberlein-Neu den Bergischen Wissenschafts­transferpreis. Sie erhielt die Auszeichnung für eine neue Methode im Medikationsmanagement bei Arzneimittel­therapien. Dr. Hanno Gottschalk erhielt einen Sonderpreis für ein gelungenes und nachhaltiges Service-Learning-Projekt im „Projektseminar Angewandte Statistik“."Damit kluge Ideen entstehen und umgesetzt werden, braucht es die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Gerade im Bergischen Land gibt es schon viele gelungene Kooperationen zwischen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die als Best Practice-Beispiele dienen", betonte Ministerin Schulze. Die Landesregierung unterstütze die Zusammenarbeit mit zahlreichen Programmen und Wettbewerben. „So stellen wir beispielsweise bis 2020 rund 70 Millionen Euro zur Verfügung, um Hochschulen und Unternehmen näher zusammenzubringen und Gründungen und Innovationen zu fördern", so Schulze.

IHK-Präsident Thomas Meyer wies auf die Erfolge und die Bedeutung der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft, insbesondere am Standort Solingen, hin. Mit der Stiftungsprofessur Maschinenbau und dem neu gegründeten Institut für Produkt-Innovationen ergäben sich für die Bergische Wirtschaft neue Möglichkeiten der Kooperation, die es zu nutzen gelte. Diese Kontakte zur Bergischen Universität böten den Unternehmen aber auch die Möglichkeit, bereits frühzeitig den Kontakt zu Studierenden aufzubauen und diese als potenzielle Fachkräfte an das eigene Unternehmen zu binden. Zukünftig müsse es darum gehen, eine noch stärkere Vernetzung zwischen Unternehmern und Professoren der Universität herzustellen.Der Rektor der Bergischen Universität, Prof. Dr. Lambert T. Koch, lobte die überaus konstruktive Zusammenarbeit mit den regionalen Partnern. „Institutionelles Vertrauen und zwischenmenschliche Wertschätzung unter den Beteiligten aus Wirtschaft und Wissenschaft sind exzellente Voraussetzungen für den gemeinsamen Einsatz um eine weitere Attraktivitätssteigerung unseres bergischen Wissens- und Technologiestandorts“, so Koch.

Anschließend diskutierten die Teilnehmer mit Experten in drei parallelen Workshops, die für das Städtedreieck bedeutenden Zukunftstechnologien in den Bereichen Produktion, Metallverarbeitung sowie Automobilbau und deren Auswirkungen auf das Bildungssystem und die Qualifikationsanforderungen für die Fachkräfte der Zukunft. Der Kongress war von der Bergischen Universität Wuppertal, der Bergischen IHK, der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft sowie den Technologie­zentren in Wuppertal und Solingen organisiert worden.