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03.08.2015 17:14

Der Ausbildungsmarkt in Wuppertal: Weniger Plätze als Bedarf

Im aktuellen Ausbildungsjahr wurden bisher 1.581 Ausbildungsstellen für Wuppertal gemeldet. Dies sind 175 Stellen oder 10,0 Prozent weniger als im letzten Jahr.

Autor: PM Arbeitsagentur vom 30.07.15

Arbeitsagneturchefin Wolf ist besorgt angesichts der aktuellen Zahlen (Foto: Arbeitsagentur)

Von den gemeldeten Stellen sind aktuell in Wuppertal noch 629 Ausbildungsstellen frei und damit sieben Stellen (-1,1 Prozent) weniger als im letzten Jahr. Die meisten offenen Stellen gibt es aktuell beispielsweise noch als Altenpfleger, Verkäufer, Kaufleute im Einzelhandel, Handelsfachwirte, Bäckereifachverkäufer, Kaufleute Büromanagement, Fachkraft Kurier-, Express- und Postdienstleistungen, Zahnmedizinische Fachangestellte, Stanz- und Umformmechaniker sowie Bäcker.
In diesem Jahr meldeten sich bisher 2.522 Bewerberinnen und Bewerber bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle bei der Berufsberatung in Wuppertal. Das sind 123 Jugendliche oder 4,7 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Eine Ausbildungsstelle suchen davon aktuell noch 788 Jugendliche, das sind 66 Personen oder 7,7 Prozent weniger als im letzten Jahr.

„Ich bin sehr besorgt darüber, dass uns weniger Ausbildungsstellen von den Unternehmen gemeldet wurden. Der Fachkräftebedarf ist schon jetzt hoch und wird in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen. Ohne Ausbildung werden wir den Fachkräftebedarf der Zukunft nicht decken können. Im vergangenen Jahr blieben im Bergischen Städtedreieck 198 Ausbildungsstellen unbesetzt. Das sind fast 200 verschenkte Chancen auf selbst ausgebildeten Nachwuchs. Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir daran, jedem Jugendlichen ein Angebot zu machen, doch das geht nur mit der heimischen Wirtschaft. Wir können es uns nicht leisten, schulisch schwächere Jugendliche zurückzulassen. Mit unseren Ausbildungsakquisiteuren und der assistierten Ausbildung haben wir jetzt noch einmal zusätzliche Möglichkeiten, die Unternehmen von Beginn der Ausbildung an bis zur Prüfung zu unterstützen und die Jugendlichen bei den Ausbildungen zu begleiten. Ich bin überzeugt, dass sich unser gemeinsames Engagement lohnt und bitte um die Unterstützung der regionalen Wirtschaft“, so Arbeitsagentur-Chefin Dr. Bettina Wolf.