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Aktuelles | 05.02.2025

Förderaufruf „Defence.Tech.NRW“: Dual-Use-Innovationen gezielt weiterentwickeln

Das Land NRW und die EU unterstützen marktnahe High-Tech-Vorhaben mit Bezug zur zivilen Sicherheitsvorsorge und/oder Verteidigung, einschließlich sogenannter Dual-Use-Anwendungen.

Neue Märkte, neue Kunden, neue Anforderungen: Technologien, die ursprünglich für zivile Anwendungen entwickelt wurden, können auch im Bereich Sicherheit und Verteidigung einen entscheidenden Beitrag leisten – und umgekehrt. Genau hier setzt der neue Förderaufruf „Defence.Tech.NRW“ (Öffnet in einem neuen Tab) an. Das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union unterstützen damit marktnahe High-Tech-Vorhaben mit Bezug zur zivilen Sicherheitsvorsorge und/oder Verteidigung, einschließlich sogenannter Dual-Use-Anwendungen.

Ziel der Förderung
Vor dem Hintergrund einer sich wandelnden globalen Sicherheitsarchitektur fördert das Land NRW im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021–2027 Projekte zur Entwicklung, Validierung und Skalierung von Verteidigungs- und Dual-Use-Technologien. Ziel ist es,

  • technologische Schlüsselkompetenzen in Nordrhein-Westfalen auszubauen,
  • kritische Abhängigkeiten zu reduzieren und
  • bestehende Lücken in europäischen Wertschöpfungsnetzwerken zu schließen.

Viele Innovationen im Defence-Tech-Bereich entstehen ursprünglich in der zivilen Forschung oder lassen sich dort weiter nutzen. Eine stärkere Verzahnung von ziviler und militärischer anwendungsorientierter Forschung und Entwicklung bietet daher erhebliches wirtschaftliches und technologisches Potenzial.

Was wird gefördert?
Gefördert werden Vorhaben der angewandten Forschung und experimentellen Entwicklung mit klarem Anwendungsbezug zur zivilen und/oder militärischen Verteidigung. Der Fokus liegt auf marktnahen Lösungen – von der Entwicklung über Prototypen bis hin zur Demonstration in realen oder realitätsnahen Umgebungen. Grundlagenforschung ist ausgeschlossen.

Thematische Schwerpunkte sind unter anderem:

  • Künstliche Intelligenz
  • autonome Land-, Luft- und Seesysteme
  • Cybersicherheit
  • Sensorik und Elektronik
  • vernetzte Aufklärungs- und Informationssysteme
  • neue Werkstoffe und Fertigungsverfahren
  • Trainings- und Simulationssysteme
  • Technologien zum Schutz kritischer Infrastrukturen und für den Zivilschutz

Ergänzend können Maßnahmen des Technologietransfers, der Validierung und Demonstration sowie Investitionen in Forschungs-, Erprobungs- und Entwicklungsinfrastrukturen gefördert werden. Voraussetzung ist eine schlüssige Projekt- und Verwertungsplanung mit belastbaren Aussagen zu Einsatzszenarien, wirtschaftlichem Potenzial und einer Fortführung über den Förderzeitraum hinaus.

Wer kann einen Antrag stellen?
Gefördert werden Verbundvorhaben mit mindestens zwei Partnern. Antragsberechtigt sind KMU in Kooperation mit Hochschulen sowie Forschungs- oder Bildungseinrichtungen in NRW. Jeder Verbundpartner muss mindestens 10 % der förderfähigen Ausgaben übernehmen.

Förderkonditionen im Überblick
Förderquote:
- bis zu 80 % für KMU mit weniger als 50 Mitarbeitenden
- bis zu 75 % für KMU mit 50–249 Mitarbeitenden
- bis zu 90 % für Hochschulen und Forschungseinrichtungen (nicht-wirtschaftlicher Bereich)

Projektlaufzeit: maximal 24 Monate
Frist 1. Einreichungsrunde: 30. April 2026
 

TIPP: Zur Unterstützung potenzieller Antragsteller bietet IN.NRW am 18. Februar 2026 von 10:00 bis 12:00 Uhr eine digitale Informationsveranstaltung (Öffnet in einem neuen Tab) zum Förderaufruf „Defence.Tech.NRW“ an. Dort werden Inhalte, Anforderungen und das Antragsverfahren vorgestellt.

Sie haben eine Projektidee, suchen passende Forschungs- oder Entwicklungspartner oder möchten Dual-Use-Potenziale Ihres Produkts erschließen? Die Wirtschaftsförderung Wuppertal unterstützt Sie gerne bei der ersten Orientierung, der Vernetzung mit geeigneten lokalen Partnern und der Einordnung des Förderprogramms in Ihre Innovationsstrategie.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Pixabay/ geralt

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