Inhalt anspringen

Aktuelles | 25.08.2022

DigiRess fördert zirkuläre Prozesse

Das Programm fördert Projekte von KMU, die durch digitale Technologien zu mehr Nachhaltigkeit und weniger Ressourcenverbrauch beitragen.

Unter dem Titel „DigiRess“ hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz ein Förderprogramm für KMU aufgelegt. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Informations- und Kommunikationstechnologien eingesetzt werden können, um zirkuläre Prozesse aufzubauen und ressourceneffizienter zu wirtschaften. Es sollen gezielt Projekte gefördert werden, die einen digital-ökologischen Innovationscharakter haben, Materialeinsparungen ermöglichen, den Rohstoffeinsatz und CO2-Ausstoß senken und die dazugehörige Infrastruktur reduzieren.

Was wird gefördert?

Die Förderung kann dabei auf drei verschiedenen Themenschwerpunkte angewendet werden:

  1. Digitale Optimierung von Produktionsprozessen, z.B. zur Prozessplanung, Anpassung von Produktionsparametern für einen geringeren Ressourcenverbrauch, zirkuläre Prozesse für einen schonenden Umgang mit Wertstoffen, Innovationen in der Anlagentechnik...
  2. Digitale Optimierung der Produktgestaltung, z.B. zur Schließung von Materialkreisläufen, zirkuläre Produktgestaltung, Verlängerung der technischen Lebensdauer/Nutzungsdauer von Produkten, Entwicklung ressourceneffizienter Produkte...
  3. Digitale Geschäftsmodelle für eine ressourceneffiziente und zirkuläre Wertschöpfung, z.B. Aufbau digitaler Plattformen und Produkt-Service-Systemen mit nachhaltiger Rückführung nach der Nutzung eines Produktes...

Wer wird gefördert?

Gefördert werden in erster Linie Projekte von KMU. Großunternehmen können die Förderung nur in Verbundprojekten mit KMU unter bestimmten Voraussetzungen beantragen.

Wie wird gefördert?

Die Förderung erfolgt in Form von nicht-rückzahlbaren Zuschüssen im ersten Modell als De-minimis-Beihilfe. Dabei beträgt die Förderquote für Kleinst- und Kleinunternehmen max. 75%, für mittelständische Unternehmen max. 60%. In Einzelfällen ist eine Anhebung der Förderquote auf 85% möglich. Die Höchstsumme ist auf 200.000 Euro gedeckelt.

Im zweiten Modell erfolgt die Förderung im Rahmen der AGVO als Innovationsbeihilfe für KMU bzw. als Beihilfe für Prozess- und Organisationsinnovationen. Hierbei beträgt die Förderung max. 50% der zuwendungsfähigen Kosten.

Wie kann die Förderung beantragt werden?

Über das Online-Portal des VDI Technologiezentrums werden Projektskizzen eingereicht. Die Abgabefristen sind dabei in Projektrunden gestaffelt: Die nächsten Termine sind der 15.09., 15.10., 15.11. oder der 15.12.2022.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Gerd Altmann auf Pixabay
Seite teilen