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Nachhaltiges Wirtschaften

Energie- und Ressourceneffizienz - Förderprogramme und Beratung finden

Nicht nur wegen der steigenden Energiekosten ist das Thema Ressourcenverbrauch aktueller denn je. Auch angesichts des Klimawandels wird Nachhaltigkeit zu einem immer größeren Thema. Wir geben einen Überblick, wo Sie Beratung und Förderprogramme rund um Energie- und Ressourceneffizienz in Unternehmen finden.

Auf dieser Seite stellen wir einige Förder- und Beratungsprogramme vor, die Unternehmen nachhaltig dazu befähigen, ihren Energie- und Rohstoffverbrauch zu reduzieren und damit ihre Kosten zu senken. Außerdem gelangen Sie von hier zu weiteren Info-Stellen des Bundes, des Landes NRW oder anderen Organisationen, die Tipps zum Energiesparen geben. Die Seite wird fortlaufend aktualisiert und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.


Verlängerte Antragsstellung für Energiekostenzuschüsse

Über das Energiekostendämpungsprogramm können Unternehmen aus energieintensiven Branchen Zuschüsse zu Strom- und Gaskosten beantragen. Der Bund hat das Programm von ursprünglich Ende August bis Ende September 2022 verlängert.

Vorschriften zum Energiesparen ab 01. September

Vor allem für Einzelhandel, Tourismusgewerbe, öffentliche Unternehmen und Immobilienwirtschaft gelten ab September strengere Regeln, zum Beispiel bei der Beleuchtung von Werbetafeln und Schaufenstern. Eine Übersicht über die neuen Regelungen finden Sie bei der DIHK (Öffnet in einem neuen Tab). Die komplette Verordnung zum Nachlesen finden Sie hier (Öffnet in einem neuen Tab).


Das passende Förderprogramm finden

Hier können Sie gezielt nach aktuellen Programmen suchen, mit denen Sie nachhaltige Projekte in Ihrem Unternehmen fördern lassen können.

Beratung durch Experten

1. Geförderte Beratungen

Wenn Sie erstmal Experten zu Rate ziehen wollen, die Ihren aktuellen Energieverbrauch und mögliche Einsparmöglichkeiten ermitteln und mit Ihnen gezielte Maßnahmen und Konzepte für Ihren Betrieb entwickeln, lohnt sich ein genauerer Blick auf folgende Beratungsprogramme:


ÖKOPROFIT
Zertifizierte Berater:innen erarbeiten gemeinsam mit den Beschäftigten eines Betriebs individuelle, auf den Betrieb abgestimmte Maßnahmen, um Ressourcen im betrieblichen Alltag einzusparen. Als positiver Nebeneffekt sinken mit der Reduzierung von Wasser, Strom und CO₂ in der Regel auch die Betriebskosten.

Ressourceneffizienzberatungen (Öffnet in einem neuen Tab)
Mit der Förderung in Form eines 50-prozentigen Zuschusses (max. 100.000 Euro) werden Ressourceneffizienzberatungen durch externe Sachverständige unterstützt. Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen.

Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme (Öffnet in einem neuen Tab)
Mit Hilfe der Bundesförderung kann entweder ein "Energieaudit" erstellt werden - eine detaillierte Abbildung des aktuellen Energieverbrauchs. Oder im Rahmen der Energieberatung wird ein Sanierungskonzept für eine bestehende Gewerbeimmobilie aufgestellt. Das BMWi zahlt einen Zuschuss von 80 Prozent der Beratungskosten (max. 8.000 Euro). 


Tipp:
Beratung zu mehr Ressourceneffizienz im Betrieb bietet neben den geförderten Programmen auch die Effizienzagentur NRW (Öffnet in einem neuen Tab) an. Darin geht es zum Beispiel um mehr Transparenz im Produktionsprozess und Senkung des Materialverbrauchs. Die Erstberatung ist kostenlos. Den Kontakt zum Regionalbüro für das Bergische Land finden Sie hier (Öffnet in einem neuen Tab).


Investitionen fördern lassen

Sie planen die Umstellung Ihrer Heizungsanlage, die Installation einer Wärmepumpe oder möchten die Dämmung an Ihrer Immobilie erneuern? Wenn Sie bereits bestimmte Maßnahmen geplant haben, durch die Sie den Energie- und Rohstoffverbrauch in Ihrem Betrieb senken können, prüfen Sie, ob Sie dafür Zuschüsse über Fördermittelprogramme in Anspruch nehmen können. Eine Bandbreite an Themen decken z.B. folgende Programme ab:

Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (Öffnet in einem neuen Tab)
Das BMWi bietet mit diesem Programm Unterstützung für Unternehmen, Freiberufler und kommunale Betriebe, die in neue, energieeffiziente Technologien investieren. Thematisch ist das Programm in mehrere Module unterteilt. 

Die Förderrate beträgt 50 % der beihilfefähigen Kosten (für KMU 60 %), aber maximal 80.000 Euro pro Konzept. Unternehmen haben die Wahl zwischen einem Zuschuss, den sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen können und einem zinsverbilligten Kredit mit Teilschulderlass (Tilgungszuschuss), der über die KfW läuft.

Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft - Förderwettbewerb (Öffnet in einem neuen Tab)
Gefördert werden die Projekte mit den höchsten jährlichen CO2-Einsparungen pro beantragtem Euro Förderung. Die Unternehmen entscheiden im vorgegebenen Rahmen selbst, wie viel Förderung sie beantragen. Und sie können eine höhere „Förderquote" (förderfähige Investitionskosten im Verhältnis zur Fördersumme) als bei den Optionen Kredit und Zuschuss erhalten. Diese kann bei bis zu 60 Prozent liegen. Die maximale Fördersumme liegt bei 10 Millionen Euro pro Projekt. 

Progres.nrw (Öffnet in einem neuen Tab)
Das Förderprogramm des Landes NRW unterstützt verschiedene Maßnahmen, die zur Energiewende beitragen, u.a. den Austausch von Heizungsanlagen, den Ausbau von Photovoltaikanlagen, den Einsatz von Energie-Monitoring, die Anschaffung gewerblicher Anlagen zur Nutzung von Abwärme, Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und weitere. Auch die Einrichtung von Elektromobilität und dazugehöriger Infrastruktur wird unterstützt.

Dekarbonisierung in der Industrie (Öffnet in einem neuen Tab)
Mit diesem Programm fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Projekte in energieintensiven Industrien, die prozessbedingte Emissionen weitgehend oder dauerhaft reduzieren. 

DigiRess (Öffnet in einem neuen Tab)
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Informations- und Kommunikationstechnologien in KMU eingesetzt werden können, um zirkuläre Prozesse aufzubauen und ressourceneffizienter zu wirtschaften. Förderbare Projekte können sich auf digitale Geschäftsmodelle, Produktionsprozesse oder Produktgestaltung beziehen. Zuschüsse werden entweder als De-minimis-Beihilfe gewährt. Die Förderquote für Kleinst- und Kleinunternehmen liegt bei max. 75%, für mittelständische Unternehmen bei max. 60% (Deckelung bei 200.000 Euro). Oder im zweiten Finanzierungsmodell im Rahmen der AGVO als Innovationsbeihilfe für KMU bzw. als Beihilfe für Prozess- und Organisationsinnovationen. Hierbei beträgt die Förderung max. 50% der zuwendungsfähigen Kosten.

Finanzierung durch Kredite

Investitionen in energieeffiziente Produktionsanlagen oder in Gebäudesanierungen werden durch die KfW-Bank oder die NRW.Bank mit verschiedenen Kreditprogrammen unterstützt.

Klimaschutzinitiative für den Mittelstand (Öffnet in einem neuen Tab)
Die KfW-Bank fördert Investitionen in klimafreundliche Technologien und Produkte, eine CO2-arme Energieversorgung und Energiespeicher über einen Kredit (bis 25 Mio. € pro Vorhaben) in Verbindung mit einem Klimazuschuss. Themenmodule sind z.B. Energieversorgung, Wasser/Abwasser/Abfall und Green IT. 

Erneuerbare Energien – Strom und Wärme (Öffnet in einem neuen Tab)
Gefördert werden unter anderem die Errichtung, Erweiterung und der Erwerb von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien einschließlich der zugehörigen Kosten für Planung, Projektierung und Installation. Es handelt sich um einen Förderkredit der KfW-Bank mit bis zu 50 Mio. € pro Vorhaben.

NRW.Bank.Effizienzkredit (Öffnet in einem neuen Tab)
Mit dieser Kreditvariante der NRW.Bank werden Unternehmen und Angehörige freier Berufe bei Investitionen in energiesparende oder ressourcenschonende Maßnahmen im Produktionsprozesse unterstützt. Mit der Programmvariante Bauen können zudem energetische Einzelmaßnahmen bei der Sanierung bestehender Nicht-Wohngebäude finanziert werden, z.B. Heizungs- oder Lüftungsanlagen. Die Förderung erfolgt als Ratendarlehen mit einem Höchstbetrag bis zu 10 Millionen Euro.

Tipps zum Energiesparen in Unternehmen

Bei folgenden Institutionen finden Sie konkrete Tipps, wie Sie den Energieverbrauch in Ihrem Unternehmen senken können. Die Hinweise reichen von sofort umsetzbaren Maßnahmen wie das Licht in leeren Räumen ausschalten bis hin zu größeren Projekten wie der Einführung eines Nachhaltigkeitsmanagements.

- keine Gewähr auf Vollständigkeit (Stand: 05.09.2022)-

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