Nachhaltiger wirtschaften, Ressourcen sparen und gleichzeitig investieren: Mit dem Förderprogramm Ressource.NRW unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen auch 2026 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei Investitionen in Ressourceneffizienz und den Übergang zur Kreislaufwirtschaft.
Das Programm richtet sich an Unternehmen, die ihre Produktionsprozesse, Materialien oder Anlagen zukunftsfähig ausrichten und dabei messbare Umwelt- und Klimaeffekte erzielen möchten.
Worum geht es bei Ressource.NRW?
Ressource.NRW fördert Investitionen in innovative Anlagen und Verfahren mit Demonstrationscharakter, die in dieser Form bislang noch nicht großtechnisch in Deutschland eingesetzt werden. Ziel ist es, den Verbrauch von Rohstoffen zu senken, Abfälle zu vermeiden oder Materialien effizienter im Kreislauf zu führen.
Gefördert werden zwei Arten von Vorhaben:
- Neue und innovative Technologien, die einen wesentlichen Beitrag zur Ressourceneffizienz oder zur Circular Economy leisten
- Weitere Investitionen, die Ressourceneffizienz oder Kreislaufwirtschaft fördern und dabei eine hohe CO₂-Einsparung pro eingesetztem Förder-Euro erreichen
Welche Investitionen sind förderfähig?
Förderfähig sind unter anderem Investitionen in:
- Ressourceneffizientere Produktionsverfahren
z. B. durch die Reduzierung des Materialeinsatzes bei gleicher Produktionsmenge - Ersatz primärer Rohstoffe durch sekundäre Materialien
etwa durch den Einsatz von Recyclingmaterialien oder wiederverwendeten Stoffen - Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Recycling
einschließlich Sortierung, Aufbereitung, Dekontaminierung oder Vorbehandlung - Sammlung und Aufbereitung von Materialien und Produkten
die andernfalls nicht oder weniger effizient verwertet würden - Getrennte Sammlung und Sortierung von Abfällen
zur Vorbereitung auf Wiederverwendung oder hochwertiges Recycling
Darüber hinaus unterstützt das Programm gezielt die Herstellung kritischer Technologien, insbesondere:
- umweltschonende und ressourceneffiziente Technologien
- saubere Technologien und Lösungen der Kreislaufwirtschaft
Für neue und innovative Technologien gelten erleichterte Bedingungen. Voraussetzung ist, dass:
- die Technologie bislang noch nicht großtechnisch angewendet wird oder
- bekannte Techniken erstmals in einer neuen verfahrenstechnischen Kombination eingesetzt werden
In diesen Fällen entfällt die Pflicht zur Berechnung der sogenannten Fördereffizienz (CO₂-Einsparung pro Förder-Euro).
CO₂-Einsparung als Förderkriterium: Bei nicht-innovativen Investitionen ist die jährliche CO₂-Einsparung pro Förder-Euro entscheidend. Die Förderung darf dabei maximal 500 Euro pro eingesparter Tonne CO₂ und Jahr betragen.
Die Berechnung erfolgt über das Online-Tool ecocockpit der Effizienz-Agentur NRW.
Wer kann einen Antrag stellen?
Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft mit Sitz oder Niederlassung in Nordrhein-Westfalen.
Wie sind die Förderkonditionen?
- Förderquote: bis zu 60 % der förderfähigen Investitionen
- Maximale Fördersumme: bis zu 4 Millionen Euro
- Mindestzuschuss: 25.000 Euro
- Gesamtfördervolumen: rund 8 Millionen Euro (durch Land NRW & EU, EFRE/JTF 2021–2027)
Frist zur Antragstellung
Die Antragstellung ist bis zum 30. Juni 2026 online über das EFRE.NRW-Portal (Öffnet in einem neuen Tab) möglich.
Eine frühzeitige Antragstellung wird empfohlen, da die Anträge laufend und in der Reihenfolge des Eingangs geprüft und – vorbehaltlich verfügbarer Mittel – bewilligt werden.
Vor Antragstellung wird empfohlen, das kostenfreie Beratungsangebot der Effizienz-Agentur NRW oder des LANUV NRW
in Anspruch zu nehmen. Die Beratung hilft, Förderfähigkeit, Förderhöhe und Anforderungen frühzeitig zu klären.
Die Effizienz-Agentur NRW bietet zudem regelmäßig kompakte Online-Infoveranstaltungen an, u. a. an folgenden Terminen:
08.01.2026
22.01.2026
05.02.2026
19.02.2026
05.03.2026
19.03.2026
02.04.2026
16.04.2026
Die Anmeldung (Öffnet in einem neuen Tab) erfolgt online.



