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Aktuelles | 05.12.2025

Freie Fahrt für die Zukunft der Mobilität

Minds ON #Automotive bündelte konkrete Einblicke, wie regionale Unternehmen und Projekte die Transformation der Automobilbranche vorantreiben.

Die Automobilindustrie erlebt derzeit den tiefgreifendsten Wandel ihrer Geschichte. Elektrifizierung, Software-Defined Vehicles, veränderte Lieferketten und neue Geschäftsmodelle prägen die Branche. Vor diesem Hintergrund lud die Wirtschaftsförderung Wuppertal zur Auftaktveranstaltung des neuen Netzwerkreihe Minds ON #Automotive ein. Co-Gastgeber war die Aptiv (Öffnet in einem neuen Tab) Services Deutschland GmbH, ein führendes Technologieunternehmen und Innovationstreiber der Mobilitätsbranche.

Aptiv: Innovation aus Wuppertal für die Welt

Rund 1.000 hochqualifizierte Fachkräfte entwickeln am Wuppertaler Standort Softwarelösungen und elektrische Anwendungen für Fahrerassistenzsysteme, autonomes Fahren und E-Mobilität. Matthias Laumann, Geschäftsführer von Aptiv Services Deutschland, betonte in seinem Impuls: „Wir können in Deutschland wettbewerbsfähig produzieren!“ Dieses Potenzial sei allerdings eng verknüpft mit starken regionalen Netzwerken – insbesondere im Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Kooperationen mit der Bergischen Universität spielen für Talentgewinnung und Forschung eine zentrale Rolle.

Einen Blick in die technologische Zukunft des Fahrzeugs eröffnete Alexander Barth, Senior Manager AI/ML Interior Sensing & Cockpit bei Aptiv. Seine Botschaft: „Autos werden zu Smartphones auf Rädern.“ Mit zunehmender Autonomie verschiebt sich der Fokus auf das Nutzererlebnis. Dafür braucht es ein hochleistungsfähiges elektronisches „Nervensystem“, das Sensorik, Software und Fahrzeugintegration harmonisch verbindet.

TRAIBER.NRW: Unterstützung für die Zulieferer

Wie die Transformation der regionalen Zuliefererbranche gestaltet werden kann, stellte Dr. Phillip Nguyen vom Institute for Technologies and Management of Digital Transformation (TMDT) der Bergischen Universität vor. Im Projekt TRAIBER.NRW (Öffnet in einem neuen Tab) stehen drei Handlungsfelder im Vordergrund:

  • Regionale Ebene: Ausbau eines starken Netzwerks – u. a. zur Internationalisierung und Standortattraktivität.
  • Unternehmensebene: Entwicklung zukunftsfähiger Geschäftsmodelle.
  • Beschäftigte: Gewinnung und Qualifizierung von Fachkräften.

Die bisherigen Erkenntnisse zeigen: Die Unternehmen der Bergischen Region sind technisch hervorragend aufgestellt. Herausforderungen bestehen besonders in organisatorischen und personalbezogenen Bereichen. Bis Ende 2026 können interessierte Betriebe noch in das Projekt einsteigen.

Praxisbeispiel: Digitalisierung als Wettbewerbsfaktor

Ein eindrucksvolles Praxisbeispiel für den digitalen Wandel präsentierte Martin J. Gawenda, Geschäftsführer der HEISMANN Drehtechnik GmbH (Öffnet in einem neuen Tab). Das Unternehmen produziert mit 130 Beschäftigten jährlich rund 90 Millionen Präzisionsdrehteile – ein hoher Wettbewerbsdruck, vor allem aus China, prägt das Marktumfeld.

Heismann setzt daher konsequent auf Industrie 4.0 und 5.0., u.a. durch die Einführung eines KI-Architekten, der Umsetzung einer umfassenden Digitalisierungsstrategie und dem Aufbau einer zukunftsfähigen Datenarchitektur. Sein Leitgedanke: „Information ist das digitale Gold.“ Im Projekt Green AI Hub konnte das Unternehmen bereits die Ausschussquote um 20 Prozent reduzieren – ein Ergebnis, das Kosten, Energie und Ressourcen spart und zeigt, welche Wirkung datengetriebene Prozesse entfalten können.

Ausblick

Das neue Format Minds ON zielt darauf ab, Orientierung zu geben, den Austausch zu fördern und Unternehmen miteinander zu vernetzen. Dafür gab es positives Feedback von den Teilnehmenden.
Anke Heuser, Head of Marketing bei PE Automotive, betonte: „Die Veranstaltung hat uns einen ersten Überblick über die Möglichkeiten im regionalen Netzwerk gegeben. Nun würden wir gerne näher ins Gespräch gehen – mit der Wirtschaftsförderung und TRAIBER.NRW.“

Die nächste Gelegenheit zum Netzwerken bietet sich bereits am 06. Februar 2026 auf der Zukunftskonferenz (Öffnet in einem neuen Tab) von automotiveland.nrw und der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

Und auch mit den Minds ON-Events wird es nächstes Jahr weitergehen – wieder mit Fokus auf Wuppertals starke Kompetenzfelder Automotive, Health, Digital Technology und Materials.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Wirtschaftsförderung Wuppertal
  • Wirtschaftsförderung Wuppertal
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