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Aktuelles | 24.11.2025

KI, MedTech und neue Logistikkonzepte in der Gesundheitsbranche

Mit dem neuen Format Minds ON #Health hat die Wirtschaftsförderung den Auftakt für eine Netzwerkreihe geschaffen, die Akteur*innen der Wuppertaler Gesundheitswirtschaft zusammenbringt.

Wie verändert Künstliche Intelligenz die Arbeit im Gesundheitswesen – und welche Lösungen sind heute schon praxistauglich? Diese Fragen standen im Zentrum von MindsON Health, dem Netzwerkformat der Wirtschaftsförderung Wuppertal Akteur*innen der Gesundheitswirtschaft.

Oberbürgermeisterin Miriam Scherff machte deutlich, dass der Gesundheitssektor in Wuppertal eine besondere Rolle spielt. Mit Traditionsunternehmen wie Bayer, großen Versicherern wie BarmeniaGothaer und Barmer, dem Helios Universitätsklinikum sowie einer starken Pflegelandschaft verfügt die Stadt über ein breites Fundament.

Ihr Impuls richtete sich klar nach vorne:
Wuppertal kann die Veränderungen im Gesundheitswesen aktiv mitgestalten – mit Mut, Kompetenz und starken Partnern.

Die Zusammensetzung der Teilnehmenden spiegelte diese Vielfalt wider: von Kliniken und Krankenkassen über Pflegedienste und MedTech-Anbieter bis hin zu Start-ups.

Stephan Graue erläuterte, wie die Diakonie Vohwinkel zunehmend digitaler wird.

Digitale Prozesse in der Pflege

Co-Gastgeber der Veranstaltung war die Evangelische Pflege Diakonie Vohwinkel. Geschäftsführer Stephan Graue gab warnte vor den zentralen Herausforderungen in der Pflege: hohe Kosten, Fachkräftemangel und ein wachsender bürokratischer Aufwand.

Die Diakonie begegnet diesen Belastungen mit konsequenter Digitalisierung, u.a. durch

  • automatische Vitaldatenerfassung,
  • KI-gestützte Verwaltungsprozesse,
  • App zur internen Kommunikation
  • moderne Sturzsensorik zur Prävention

Das spart Zeit, die dort genutzt werden kann, wo es wirklich wichtig ist: bei den Menschen. Graues Botschaft: „Wer jetzt noch nicht digital dokumentiert, muss dringend nachlegen.“.

Das Startup Armedo digitalisiert die Arbeitsmedizin - für effizientere Prozesse.

Neue Arbeitsmedizin: flexibel, digital, telemedizinisch

Ein weiterer Impuls kam von Jan-Peter Lambeck, Geschäftsführer des Wuppertaler Start-ups Armedo GmbH. Armedo zeigt, wie moderne Arbeitsmedizin künftig aussehen kann: digital, flexibel, effizient. KI-gestützte Präventionsanalysen können dazu beitragen, Ausfallzeiten zu reduzieren und Prozesse zu verschlanken. Lambeck brachte es auf den Punkt: „Wir können nicht mehr arbeiten wie vor 30 Jahren.“ Die Botschaft: Arbeitsmedizin muss sich an der Realität moderner Arbeitswelten orientieren – und digitale Tools sind dafür essenziell.

Morpheus bietet Drohnenlogistik für die Gesundheitswirtschaft an.

Drohnen im medizinischen Einsatz

Einen Blick in ein ganz anderes Thema bot Clemens-Vincent Blume von Morpheus Logistics GmbH. Das Unternehmen ist Anbieter für Drohnenlogistik, die auch für medizinische Zwecke eingesetzt werden können. Die Drohnen von Morpheus transportieren zum Beispiel Laborproben, Medikamente oder Blut-Transfusionen. Morpheus stemmt aktuelle bis zu 150 Flüge pro Tag. Über vorprogrammierte Routen können Distanzen mit einer Reichweite bis zu 250 km zurückgelegt werden. Dabei fliegen die Drohnen vorprogrammierte Routen automatisch ab. Überwacht werden die Flüge durch ein Zwei-Personen-Team, quasi wie Pilot und Co-Pilot in der Luft- und Raumfahrt. Der Vorteil der Drohnentransporte: schnell, emissionsfrei und unabhängig vom Fachkräftemangel in der Logistik.

Politik und Branche im Dialog

Neben Oberbürgermeisterin Miriam Scherff nutzte auch Gesundheitsdezernentin Dr. Katrin Linthorst die Veranstaltung, um mit den Unternehmen in den Austausch zu gehen: „Impulse aus der Praxis sind entscheidend. Die Gesundheitsbranche ist vielseitig, aber alle stehen vor denselben Herausforderungen wie Fachkräftemangel und Digitalisierung. Durch enge Vernetzung können wir voneinander lernen und das Gesundheitssystem modern, sinnvoll und nachhaltig weiterentwickeln – immer mit dem Menschen im Mittelpunkt.“

Auch Eva Platz, Vorständin der Wirtschaftsförderung Wuppertal, ermutigte die Teilnehmenden, sektorübergreifend zu denken und die Wirtschaftsförderung aktiv einzubeziehen. Marcel Schettler steht dabei als Ansprechpartner für Unternehmensservice und Innovationsnetzwerke zur Verfügung.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

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