Inhalt anspringen

Aktuelles | 09.03.2022

Schmersal stellt Belieferung Russlands ein

Laut Umfrage befürworten Bergische Unternehmen mehrheitlich die Sanktionen gegen Russland. Die Firma K.A. Schmersal positioniert sich gegen den Krieg in der Ukraine, indem sie das Russlandgeschäft einstellt.

Als Folge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine befürchten viele Bergische Unternehmen negative Auswirkungen auf die eigene wirtschaftliche Lage. Das hat die Bergische IHK in einer Umfrage (Öffnet in einem neuen Tab) unter 320 Unternehmen aus Wuppertal, Solingen und Remscheid ermittelt. Viele fürchten steigende Energiepreise, Probleme bei Lieferketten, Rohstoffbeschaffung und Zahlungsverkehr sowie eine höhere Inflation.

26 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, Geschäftsbeziehungen zu Russland zu haben. Diese konzentrieren sich überwiegend auf das Exportgeschäft. Obwohl viele Unternehmen mit Einbußen, bzw. dem Wegfall ihres Russlandsgeschäfts rechnen, befürwortet eine klare Mehrheit die von der EU verhängten Sanktionen. 

Ein prominenter Vertreter aus der Wuppertaler Wirtschaft reagierte bereits und positionierte sich damit gegen den von Russland geführten Krieg. Das Unternehmen Schmersal kündigte an, die Belieferung der in Russland ansässigen Kunden mit Sicherheitsschaltgeräten und -systemen einzustellen. 


Geschäftsführer Philip Schmersal

Geschäftsführer Philip Schmersal: „In der Vergangenheit haben wir vertrauensvoll über unseren Vertriebspartner mit unseren Kunden in Russland zusammengearbeitet. Der Schritt, diese Zusammenarbeit vorerst einzustellen, fällt uns nicht leicht, zumal wir damit auf ein Umsatzvolumen verzichten, das spürbar ist. Aber wir sehen die Notwendigkeit, Position zu beziehen. Wir möchten keinen Beitrag dazu leisten, die Wirtschaft und die Produktion eines Landes zu fördern, das die Souveränität eines anderen Landes missachtet und großes Leid über dessen Bevölkerung bringt. Und wir sind entsetzt, dass dies jetzt in Europa geschieht. Ich denke, damit spreche ich nicht nur für die Geschäftsführung, sondern für die gesamte Belegschaft der Schmersal Gruppe.“  

Die Schmersal Gruppe hat in Russland sowohl führende Unternehmen des Maschinenbaus beliefert als auch die Endanwender von Maschinen und Anlagen in verschiedenen Branchen – von der Rohstoffgewinnung über die Konsumgüterindustrie bis zur Automobilproduktion. Diese Zusammenarbeit wird jetzt ausgesetzt. Die Wirtschaftssanktionen durch den deutschen Maschinenbau, bestärken uns in unserer Entscheidung.

Über die Schmersal Gruppe

Im Aufgabenfeld der Maschinensicherheit gehört die Schmersal Gruppe (Öffnet in einem neuen Tab) zu den internationalen Markt- und Kompetenzführern. Auf der Basis des weltweit umfangreichsten Produktportfolios an Sicherheitsschaltgeräten entwickelt die Unternehmensgruppe Sicherheitssysteme und sicherheitstechnische Lösungen für die speziellen Anforderungen verschiedener Anwenderbranchen.

Das 1945 gegründete Unternehmen ist mit sieben Produktionsstandorten auf drei Kontinenten sowie eigenen Gesellschaften und Vertriebspartnern in mehr als 60 Nationen präsent. Die Schmersal Gruppe beschäftigt weltweit über 1.900 Mitarbeiter. 

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • K. A. Schmersal
Seite teilen