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Wirtschaftsförderung Wuppertal / Aktuelles | 16.08.2021

Studie: Strukturwandel in Einzelhandel und Innenstädten beschleunigt sich

Eine Studie des Landes NRW zeigt, dass Digitalisierung und Online-Shopping durch die Corona-Pandemie einen weiteren Schub bekommen haben. Die Chance der Innenstädte liegt im multifunktionalen Angebot.

Laut Studie bietet ein Mix aus Handel, Gastronomie, Freizeit-, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen zukünftig Mehrwert in den Innenstädten.

Eine aktuelle Studie zur "Zukunft des Handels - Zunkunft der Städte" in NRW zeigt, dass Digitalisierung und Online-Shopping durch die Corona-Pandemie einen weiteren Wachstumsschub bekommen haben. Starke Einbußen verzeichnete hingegen der stationäre Handel in den Innenstädten.

2020 gab es demnach ein Plus von 20 Prozent beim Online-Handel in NRW. Stationäre Geschäfte für Bekleidung kämpften mit Umsatzeinbußen bis zu 25 Prozent. 

Die durchschnittliche Leerstandsquote lag im vergangenen Jahr zwischen sieben und zehn Prozent. Laut Studie, die vom NRW-Wirtschaftsministerim herausgegeben wurde, könnten bis 2030 etwa 21.000 Geschäfte schließen. Vor allem auf die jüngeren Konsument*innen wirken die Innenstädte in der jetzigen Form nicht genügend Anziehungskraft aus.

Aber es gibt auch positive Aussichten, dem Negativ-Trend entgegen zu steuern. Die Chance der Innenstädte liegt der Studie zufolge im Wandel - hin zu multifunktionalen Zentren, die "mehr als nur Shopping" bieten. Ein Mehrwert werde durch einen Mix aus Gastronomie, Freizeit-, Kultur-, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen ergänzend zum Einzelhandelsangebot erreicht. Insbesondere konsumfreie Verweil-, Freizeit- und Interaktionszonen sowie Wohnen haben einen hohen Stellenwert unter den Befragten.

Aus den Ergebnissen leiten die Macher der Studie fünf Handlungsfelder für die Zukunft ab. Um wieder vermehrt Kundschaft in die Innenstädte zu locken, muss die "visitor journey" attraktiver gestaltet werden (1). Wohlfühlfaktoren wie Ambiente, Erlebnis oder bequeme Erreichbarkeit sollen dazu beitragen, die Häufigkeit des Stadtbesuchs zu erhöhen und die Verweildauer zu verlängern. Dazu bedarf es einer engen Zusammenarbeit sämtlicher Akteute vor Ort (2). Dabei dürfen auch Möglichkeiten digitaler Angebote nicht außer Acht gelassen werden (3). Mit multifunktionalen Angeboten soll die Zahl der Leerstände verringert werden (4). Als letztes Handlungsfeld wird empfohlen, mutig neue Wege bei der Innenstadtentwicklung zu gehen, zum Beispiel indem neue Konzepte in Reallaboren und Modellprojekten getestet werden (5). 

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