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Aktuelles | 12.12.2025

Erstmals Third Mission Ehrenamtspreis vergeben

Die Bergische Uni Wuppertal hat zum ersten Mal drei Initiativen ausgezeichnet, die über ihre Forschung hinaus gesellschaftlichen Mehrwert schaffen. Gestiftet wurde der Preis vom Zangenproduzent Knipex.

Die Bergische Universität Wuppertal (Öffnet in einem neuen Tab) hat in diesem Jahr erstmals den „Third-Mission-Ehrenamtspreis“ vergeben und würdigt damit außergewöhnliche Initiativen, die über die unmittelbaren dienstlichen Aufgaben oder das Studium hinaus einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen und zugleich Impulse für Forschung und Lehre setzen. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde von der KNIPEX-Werk C. Gustav Putsch KG gestiftet. Gewonnen haben Aktivitäten zu den Themen Bildungsgerechtigkeit, Stadtwandel und Nachwuchsförderung.

„Mit dem neuen Ehrenamtspreis setzt die Bergische Universität ein sichtbares Zeichen für gesellschaftliche Verantwortung und würdigt Personen, die durch eigeninitiatives Handeln die Verbindung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft nachhaltig stärken“, sagt Prof. Dr.-Ing. Peter Gust, Prorektor für Third Mission und Internationales.

Insgesamt gingen 13 Nominierungen verschiedener Fakultäten und Wirkungsbereiche ein. Eine Jury aus Vertreter*innen der Universität, des Stifters KNIPEX sowie der Freunde und Alumni der Bergischen Universität e. V. sichtete alle Vorschläge anhand definierter Kriterien wie Wirksamkeit, Innovationsgrad, Verstetigung/Nachhaltigkeit des Projekts, Skalierbarkeit, Transferpotenzial und Strahlkraft.

Drei Projekte wurden schließlich zur Auszeichnung empfohlen. Sie überzeugten durch ambitionierte, inspirierende und übertragbare Engagements, die einen spürbaren Mehrwert für die Gesellschaft schaffen:

  1. Platz: Juliane Schlesier - "Grundschule der Zukunft" 
    Mit ihrem Projekt „Grundschule der Zukunft“ verbindet Juliane Schlesier die Bereiche Lehrkräftebildung, Schulentwicklung und gesellschaftliches Engagement in vorbildlicher Weise. In dem von 2023 bis 2025 laufenden, von der Barthel-/EWE-Stiftung teilgeförderten Projekt arbeiteten rund 150 Lehramtsstudierende gemeinsam mit etwa 400 Grundschulkindern in inklusiven „Held*innen-Teams“ an nachhaltigen, gemeinnützigen Maßnahmen für Schulen und Gemeinden. Dazu zählten unter anderem der Bau von Hochbeeten, die Gestaltung von Schulhöfen oder Renovierungsarbeiten. Die erzielten Ergebnisse bleiben dauerhaft an den Schulen sichtbar und werden teilweise im Unterricht weitergenutzt.

  2. Platz: Leila Rudzki - "StraßenOase! - Partizipative Begrünung & Aushandlungsraum Wuppertal"
    Leila Rudzki initiierte und leitete mit der „StraßenOase!“ ein partizipatives Stadt- und Forschungsprojekt im Wuppertaler Stadtteil Wichlinghausen. Ursprünglich war geplant, einen rund 50 Meter langen Straßenabschnitt temporär zu beruhigen und in eine begrünte Nachbarschaftsoase mit Sitzgelegenheiten, Schattenbereichen und kulturellen Angeboten zu verwandeln. Obwohl die lokale Politik damals die Nutzung der Fläche kurzfristig untersagte, verwandelte sich das Vorhaben dank hoher Resilienz und ehrenamtlicher Unterstützung in ein innovatives, selbstorganisiertes Festival auf dem BOB-Campus. Unter Beteiligung von über 80 Mitwirkenden – darunter Studierende, Anwohnende, Initiativen wie „Platz für alle“, lokale Geschäfte, Verwaltung und Politik – entstand ein vielfältiges Programm: mit Workshops, Musik, Pflanzaktionen und einer Fahrraddemo entlang der Wichlinghauser Straße.

  3. Platz: Lukas Kretschmann - "Netzwerk Teilchenwelt - Nachwuchs und Akzeptanz für die Grundlagenforschung"
    Der Student Lukas Kretschmann engagiert sich seit mehreren Jahren im „Netzwerk Teilchenwelt“, einem bundesweiten Zusammenschluss von über 30 Universitäten und Forschungseinrichtungen wie die Europäische Organisation für Kernforschung CERN oder das Deutsche Elektronen-Synchrotron, kurz DESY. Ziel des Netzwerks ist es, Jugendliche für Teilchenphysik und Naturwissenschaften zu begeistern und ihnen wissenschaftliches Arbeiten unmittelbar erfahrbar zu machen. Kretschmann betreut Masterclasses zur Teilchenphysik, bei denen Schüler*innen echte Daten des ATLAS-Experiments auswerten und Grundlagen der Forschung kennenlernen. Darüber hinaus ist er Bundesprecher des Netzwerk Teilchenwelt-Fellow-Programms mit rund 250 engagierten Schüler*innen und Studierenden und organisiert Formate, die renommierte Wissenschaftler*innen – darunter Nobelpreisträger*innen – in den direkten Austausch mit Jugendlichen bringen.



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Bildnachweise

  • Wirtschaftsförderung Wuppertal

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