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„Digital Jetzt“– Förderung für die Digitalisierung des Mittelstands

Damit der Mittelstand die wirtschaftlichen Potenziale der Digitalisierung ausschöpfen kann, unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit dem Programm „Digital Jetzt – Investitionsförderung für <abbr title="kleine und mittlere Unternehmen">KMU</abbr>“. Das Programm möchte Firmen mit finanziellen Zuschüssen dazu anregen, mehr in digitale Technologien sowie in die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu investieren.

Da Wuppertal zur strukturschwachen Fördergebietskulisse gehören, erhalten Antragsteller Bonusprozentpunkte von 10%. Aktuell liegen die Förderquoten – je nach Unternehmensgröße – zwischen 60% und 50%.

Programmziel

Unterstützt werden Maßnahmen zur digitalen Transformation. Ziel ist die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von KMU mit 3 bis 499 Beschäftigen (Vollzeitäquivalente) mit Hilfe nicht rückzahlbarer Zuschüsse (de-minimis-Beihilfe). Die Ziele im einzelnen sind:

  • Mehr Investition in digitale Technologien und Qualifizierung und Know-how der Beschäftigten in Digitalisierungsthemen
  • Verbesserte digitale Geschäftsprozesse in Unternehmen
  • Mehr branchenübergreifende Digitalisierungsprozesse bei KMU und Handwerk
  • Mehr Chancen durch digitale Geschäftsmodelle
  • Befähigung der MitarbeiterInnen, die Chancen der Digitalisierung zu erkennen und neue Investitionen in die Digitalisierung ihres Unternehmens anzustoßen
  • Höhere IT-Sicherheit in Unternehmen
  • Stärkung von Unternehmen in wirtschaftlich strukturschwachen Regionen

Antragsberechtigt sind...

...Unternehmen, inklusive Handwerksbetriebe und freie Berufe, mit 3 bis 499 Beschäftigten aus allen Branchen, die Digitalisierungsvorhaben planen.

Fördergegenstand

Das Programm unterscheidet zwischen zwei Modulen:

  1. Fördermodul: Hard-/Software für interne/externe digitale Vernetzung (zum Beispiel datengetriebene Geschäftsmodelle, Künstliche Intelligenz, Cloud-Anwendungen, Big-Data, Einsatz von Hardware wie z.B. Sensorik und 3D-Druck, sowie IT-Sicherheit und Datenschutz)
  2. Fördermodul 2: Erarbeitung und Umsetzung einer digitalen Strategie im Unternehmen sowie bei IT-Sicherheit und Datenschutz, aber auch ganz grundsätzlich zu digitalem Arbeiten und den nötigen Basiskompetenzen

Voraussetzungen

Vorausgesetzt wird ein Digitalisierungsplan. Dieser sollte die Darstellung der gewünschten Synergieeffekte zwischen IT-Anwendungen in den unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens sowie die Art und Anzahl der Qualifizierungsmaßnahmen beinhalten.

Förderquote

Gestaffelt nach Unternehmensgröße (bis 30.06.2021; ab 01.07.2021 gelten die reduzierten Förderquoten)

 

Föderquote nach Unternehmensgröße
MitarbeiterFörderquote
<  5050%
<25045%
bis 49940%

 

 

Förderhöhe

  • Maximale Fördersumme bei  Einzelunternehmen: 50.000 Euro
  • Maximale Fördersumme bei Netzwerkvorhaben pro Antragsteller: 100.000 Euro
  • Förderuntergrenzen  Modul 1 (und 2): 17.000 Euro sowie  Modul 2: 3.000 Euro

Bedingungen für eine erhöhte Förderquote

+ 10% Bonuspunkte, wenn der Investitionsort in einer strukturschwachen Region liegt

+ 5% Bonuspunkte bei Netzwerkvorhaben

+ 5% Bonuspunkte bei Investition in IT-Sicherheit inklusive Datenschutz

 

Ab 01.07.2021 gelten die reduzierten Förderquoten:

Bis 50 Beschäftigte: bis zu 40%

Bis 250 Beschäftigte: bis zu 35%

Bis 499 Beschäftigte: bis zu 30%.

 

 

Von der Förderung ausgeschlossen sind:

  • Standardsoftware (übliche Betriebssysteme oder Bürosoftware)
  • Standardhardware, soweit kein direkter inhaltlicher Bezug zum Digitalisierungsvorhaben oder den Förderzielen erkennbar ist
  • Ersatz- oder Routineinvestitionen, beispielsweise zusätzliche Computer für wachsende Mitarbeiteranzahl oder Updates von Software ohne grundlegende neue Funktionen
  • Beschaffung einer erstmaligen IKT-Grundausstattung
  • Vorhaben die im Rahmen anderer Förderprogramme der Europäischen Union, des Bundes oder der Länder bereits gefördert werden. Dies gilt nicht für Förderungen im Rahmen von Kredit- und Beteiligungsprogrammen
  • Ausgaben, die über die Sachausgaben hinausgehen, beispielsweise Personal- und Verwaltungsausgaben des Zuwendungsempfängers
  • Leistungen von Leistungserbringern, welche mit dem antragstellenden Unternehmen „verbundene Unternehmen“ sind oder zu denen Geschäftsbeziehungen in Form von beispielsweise Tochterunternehmen bestehen
  • Beratungsleistungen, insbesondere zur Erstellung des Digitalisierungsplans, die tatsächliche Erstellung des Digitalisierungsplans sowie die Konkretisierung und Umsetzung des Digitalisierungsplans, soweit das Vorhaben nach dem BMWi-Förderprogramm „go-digital“ gefördert wird
  • Einsatz eigener Entwicklungskapazitäten für Innovationen

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