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Brexit: Frühzeitig um Formalitäten kümmern

Auch zweieinhalb Jahre nach dem britischen Antrag auf einen EU-Austritt ist noch immer nicht klar, wie dieser genau aussehen wird, bzw. wann er vollzogen wird. Aber egal, welches Szenario eintritt, wird es Neuerungen und Formalitäten geben, um die Unternehmen sich rechtzeitig kümmern sollten.

Automobile, Kfz-Teile, chemische Erzeugnisse oder Metallwaren gehören zu den wichtigsten Importgütern Großbritanniens. In Deutschland werden diese Güter vorwiegend in NRW produziert. Nach Studien der Bertelsmann Stiftung würde ein harter Brexit daher besonders für die westdeutschen Regionen einen negativen Einkommenseffekt haben. Es wird ein durchschnittlicher Verlust von -0,3% beim BIP erwartet.

Noch ist aber nicht klar, wie die Brexit-Lösung aussehen wird. Eine Aufschiebung des Brexits gilt offiziell bis zum 31. Oktober 2019. Dennoch sind Auswirkungen bereits jetzt spürbar. Es gibt kaum noch bezahlbaren Lagerraum entlang der britischen Küste. Unternehmen rechnen damit, dass Waren zwischengelagert werden müssen. Vor allem mangelt es an gekühlten Lagerplätzen.   

Um Problemen beim Im- und Export möglichst aus dem Weg zu gehen, sollten sich Unternehmen, die wirtschaftlich mit Großbritannien verbunden sind, bereits jetzt um notwendige Formalitäten kümmern.
Zum Beispiel müssen Unternehmen eine Identifikationsnummer beim Zoll beantragen, eine sogenannte EORI-Nummer. Dies sollte möglichst früh geschehen, um zeitliche Engpässe kurz vor dem Brexit zu vermeiden.  Auch über den Vorgang der elektronischen Ausführ- und Einfuhrmeldungen über das Zollsystem ATLAS sollten Unternehmen sich informieren.

  • Detaillierte Infos zu Ein- und Ausfuhrregelungen oder zu Rückwaren hat die IHK Düsseldorf zusammengestellt.
  • Aktuelle Nachrichten und weiterführende Links gibt es auch bei der Bergischen IHK.
  • Mit den Auswirkungen auf die Automobilbranche hat sich die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC beschäftigt.

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