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Aktuelles

14.06.2021: Überbrückungshilfen werden verlängert
Die Bundesregierung verlängert deshalb die Überbrückungshilfen für betroffene Unternehmen und Soloselbstständige bis zum 30. September 2021 als Überbrückungshilfe III Plus. Die bewährten Förderbedingungen werden in der Überbrückungshilfe III Plus beibehalten. Neu hinzu kommt die Restart-Prämie, mit der Unternehmen einen höheren Zuschuss zu den Personalkosten erhalten können. Die Neustarthilfe wird ebenfalls bis zum 30. September 2021 als Neustarthilfe Plus weitergeführt.

27.05.2021: Anträge auf Härtefallhilfen
Das Land NRW hat für Unternehmen und Selbstständige, die bislang keinen Anspruch auf bestehende Hilfsprogramme hatten, die Härtefallhilfen eingeführt. Die einmalige Hilfe beträgt maximal 100.000 Euro. Anträge können bis zum 31.10.2021 ausschließlich über Steuerberater oder vereidigte Buchprüfer gestellt werden.

06.05.2021: Insolvenzantragspflicht wieder in Kraft
Das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie im Insolvenzrecht galt zunächst bis zum 31. Januar 2021 und wurde anschließend bis Ende April 2021 verlängert. Zum 01.05. gilt die Ausnahmeregelung somit nicht mehr.

21.04.2021: Eigenkapitalzuschuss erweitert Hilfsmaßnahmen
Die Bundesregierung schafft mit dem Eigenkapitalzuschuss ein weiteres Hilfsangebot für Unternehmen. Der Zuschuss kann über den Erstantrag der Überbrückungshilfe III beantragt werden. Unternehmen, die schon einen Antrag gestellt haben, können ab Ende April einen Änderungsantrag einreichen. Antragsberechtigt sind Betriebe mit einem Umsatzeinbruch von mind. 50% in drei Monaten zwischen November 2020 bis Juni 2021. Der Zuschuss errechnet sich nach der Höhe der Fixkostenerstattung, die durch die Überbrückungshilfe III ausgezahlt wird. Die Höhe des Zuschuss beträgt max. 40% des erhaltenen Betrags für die förderfähigen Fixkosten.

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Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung u.a. beschlossen, um Unternehmen in der Corona-Krise zu helfen?

 

  • Die Überbrückungshilfen sind ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm für Betriebe und Selbstständige, die besonders von den Corona-Einschränkungen betroffen sind. Aktuell läuft die dritte Phase der Überbrückungshilfe, die von Januar bis Juni 2021 gilt. Die Anträge für die Novemberhilfe und Dezemberhilfe können noch bis zum 30.04.2021 gestellt werden.
  • Das Kurzarbeitergeld wird flexibler und die Zugangsvoraussetzungen für Unternehmen erleichtert. Wichtigster Punkt dabei ist, dass das Kurzarbeitergeld unter anderem bereits dann beantragt werden kann, wenn zehn Prozent der Beschäftigten vom Ausfall betroffen sind. Durch einen neuen Beschluss vom 23.04. wird das Kurzarbeitergeld von aktuell 60% des Nettogehalts bzw. 67% bei Beschäftigten mit Kindern schrittweise bis zu 80% bzw. 87% erhöht. Die Erhöhung gilt bis zum Jahresende 2021.
  • Das Land NRW hat für Unternehmen und Selbstständige, die bislang keinen Anspruch auf bestehende Hilfsprogramme hatten, die Härtefallhilfen eingeführt. Die einmalige Hilfe beträgt maximal 100.000 Euro. Anträge können bis zum 31.10.2021 ausschließlich über Steuerberater oder vereidigte Buchprüfer gestellt werden.
  • Verlängerung der Stundungsmöglichkeiten: Steuerpflichtige, die durch die Corona-Krise  negativ wirtschaftlich betroffen sind, können bei ihrem Finanzamt bis zum 31. März 2021 einen Antrag auf (Anschluss-)Stundung grundsätzlich aller Ansprüche aus dem Steuerschuldverhältnis im Rahmen eines vereinfachten Verfahrens stellen. Die Stundungen laufen dann längstens bis zum 30. Juni 2021.
  • Die bestehenden Programme für Liquiditätshilfen werden ausgeweitet und für mehr Unternehmen verfügbar gemacht, etwa die KfW- und ERP-Kredite. Am 06.04. hat die Bundesregierung Kfw-Schnellkredite für den Mittelstand mit bis zu 800.000 Euro beschlossen. 
  • Der Wirtschaftstabilitätsfonds richtet sich besonders an große Unternehmen. Neben den Liquiditätshilfen über KfW-Programme zielt der Fonds auf die Stärkung der Kapitalbasis von Unternehmen. Der Fond ermöglicht dem Bund eine direkte Beteiligung an Unternehmen. Die Einrichtung des Fonds ist bis Ende 2021 befristet.
  • Höhere Prämien für E-Autos: Die Umweltprämie steigt bis Ende 2021 für E-Autos mit einem Nettolistenpreis von bis zu 40.000 Euro von 3.000 auf 6.000 Euro. Für Hersteller und Zulieferer ist ein Bonus-Programm für Zukunftsinvestitionen geplant. Auch die Infrastruktur für E-Autos sowie Forschung und Entwicklung soll gefördert werden.
  • Entlastung durch Stromkostensenkung: Die EEG-Umlage zur Förderung von Öko-Strom soll ab 2021 durch Zuschüsse gesenkt werden.
  • "Sozialgarantie 2021" gegen steigende Lohnnebenkosten: Sozialversicherungsbeiträgesollen bei max. 40% durch Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt stabilisiert werden.
Offizielle Infos und Anlaufstellen für Unternehmen:

 

 

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Was ist Kurzarbeit und wann wird Kurzarbeitergeld gezahlt?

Wenn Firmen durch die Folgen von Corona Auftragsengpässe erleiden, ist ein Ausgleich über Kurzarbeitergeld möglich. Denn ein auf Grund oder in Folge des Corona-Virus und/oder der damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen eingetretener Arbeitsausfall beruht im Regelfall auf einem unabwendbaren Ereignis oder auf wirtschaftlichen Gründen im Sinne des Paragraphen 96 Abs. 1 Nr. 1 SGB III. Ein Ausgleich des Arbeitsausfalls mit Hilfe des konjunkturellen Kurzarbeitergeldes ist damit grundsätzlich möglich.

Bei Kurzarbeit arbeiten die Mitarbeiter nicht die gewöhnliche, sondern eine reduzierte Arbeitszeit und der Arbeitgeber entlohnt sie laut Arbeitsvertrag für die geleistete Arbeit. Die Arbeitsagentur ersetzt grundsätzlich 60 Prozent des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts. Lebt mindestens ein Kind mit im Haushalt des Arbeitnehmers sogar 67 Prozent. Die mögliche Bezugsdauer beträgt zwölf Monate.
Beschluß vom 23.04.2020: Das Kurzarbeitergeld wird von 60% des Nettoeinkommens bzw. 67% bei Beschäftigten mit Kindern schrittweise auf bis zu 80% bzw 87% angehoben. Das gilt vorläufig bis Ende 2021.

Am 13. März 2020 haben Bundestag und Bundesrat angesichts der Corona-Krise eine umfangreiche Anpassung des Kurzarbeitergeldes beschlossen, die rückwirkend ab dem 1. März 2020 gelten soll. Darunter beispielsweise die Absenkung des Anteils der Beschäftigten eines Betriebs, die von Entgeltausfall mindestens betroffen sein müssen, auf 10 Prozent oder die je nach Fall vollständige oder teilweise Erstattung der von den Arbeitgebern allein zu tragenden Beiträge zur Sozialversicherung für die von Kurzarbeit betroffenen Beschäftigten. Diese Anpassung des Kurzarbeitergeldes ist bis zum 31. Dezember 2021 befristet.

Die erleichterten Zugangsregeln für das Kurzarbeitergeld in Kürze:

· Der Anteil der von Arbeitsausfall betroffenen Beschäftigten im Betrieb wird auf zehn Prozent abgesenkt.

· Es wird teilweise oder vollständig auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden verzichtet.

· Auch Leiharbeitnehmer erhalten Kurzarbeitergeld.

· Die Bundesagentur für Arbeit erstattet die Sozialversicherungsbeiträge vollständig.

Neu ist, dass auch Leiharbeitnehmer anspruchsberechtigt sind. Zudem soll die Vorschrift gelockert werden, dass Arbeitszeitkonten gelockert werden müssen, bzw. den laut Betriebsvereinbarung zulässigen Negativsaldo aufweisen müssen.
Beschäftigte in Kurzarbeit können sich in systemrelevanten Branchen bis zur Höhe des bisherigen Nettoeinkommens etwas dazuverdienen, z.B. in Supermärkten, Krankenhäusern, Landwirtschaft.

Wie wird das Kurzarbeitergeld beantragt?

Wichtig ist, dass Betriebe und Unternehmen im Bedarfsfall bei ihrer vor Ort zuständigen Agentur für Arbeit Kurzarbeit anzeigen. Erst danach können sie das Kurzarbeitergeld – ebenfalls bei der Agentur für Arbeit – beantragen. Die Antragsstellung kann online erfolgen. Die Wuppertaler Marketingagentur pinetco stellt ihr Hilfsprogramm Libu zur Beantragung von Kurzarbeitergeld kostenlos zur Verfügung.

Bis wann muss das Kurzarbeitergeld abgerechnet werden?

Ende Juni läuft eine wichtige Frist ab, die Unternehmen bei der Beantragung (Erstattung) von Kurzarbeitergeld beachten müssen. Und zwar besteht bis zum 30.6. letztmalig die Möglichkeit, Kurzarbeit für den Monat März abzurechnen. 

Grund: Unternehmen haben gesetzlich rückwirkend bis zu drei Monate Zeit, angezeigte (genehmigte) und dann realisierte Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit abzurechnen. Im Juni läuft damit die Frist für März aus, dem Monat in dem die Pandemie die deutsche Wirtschaft erstmals hart getroffen hat. Ende Juli müssen Ansprüche für April eingegangen sein, im August für Mai etc.Entscheidend ist das Eingangsdatum der Unterlagen bei der für die Abrechnung zuständigen Agentur für Arbeit. Es handelt sich dabei um eine Ausschlussfrist! Anträge die später eingehen, können nicht mehr berücksichtigt werden und es erfolgt dann keine Erstattung des Kurzarbeitergeldes mehr.

TIPP: Die Wuppertaler Marketingagentur pinetco stellt ihr Hilfsprogramm "Libu KUG-Rechner" zur Beantragung von Kurzarbeitergeld kostenlos zur Verfügung. Zum kostenlosen Programm Libu KUG-Rechner

Infos zu Kurzarbeitergeld

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Welche Möglichkeiten zur Liquiditätssicherung gibt es für Unternehmen?

Das KfW-Sonderprogramm 2020 steht bis zum 30.Juni 2021 zur Verfügung. Das Sonderprogramm steht gewerblichen Unternehmen jeder Größenordnung sowie den freien Berufen in zwei Varianten offen: für junge Unternehmen bis zu fünf Jahren als ERP-Gründerkredit Universell und für ältere Unternehmen über fünf Jahre als KfW-Unternehmerkredit.

Die Bundesregierung unterstützt kleine und mittlere Unternehmen ab zehn Beschäftigten mit Kfw-Schnellkrediten. Das Kreditvolumen beträgt bei Betrieben mit 10 bis 50 Beschäftigten maximal 500.000 Euro. Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten werden maximal 800.000 Euro zugesagt. Der Staat übernimmt 100 Prozent des Risikos. Um eine schnelle Bewilligung der Kredite zu ermöglichen, entfällt die Risikoprüfung. Vorraussetzung ist aber, dass das Unternehmen mindestens seit dem 01. Januar 2019 wirtschaftlich aktiv ist und bis zum 31. Dezember 2019 nicht in finanziellen Schwierigkeiten war. Die Regelung gilt bis zum 30. Juni 2021.

Weitere Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen können durch die Bürgschaftsbank NRW (bis 2,5 Millionen Euro pro Unternehmen) und das Landesbürgschaftsprogramm (ab 2,5 Millionen Euro, auch Großunternehmen) besichert werden. Die Bürgschaftsbank ermöglicht eine Expressbürgschaft, die sie innerhalb von 72 Stunden bewilligen kann.

Die Angebote der verschiedenen Institutionen werden im Hausbankverfahren abgewickelt. Wenden Sie sich bei Fragen zu diesen Angeboten daher an Ihre Hausbank. 

Infos zur Liquiditätssicherung
Infos zu Exportkreditgarantien

 

 

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Welche Unterstützung gibt es für kleine Unternehmen, Selbstständige und Existenzgründer?


Kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Betrieb während der Corona-Pandemie ganz oder teilweise einstellen mussen, werden mit einem Zuschussprogramm - den Überbrückungshilfen - unterstützt. Aktuell läuft die dritte Phase der Überbrückungshilfe, die von Januar bis Juni 2021 gilt. Die maximale Fördersumme pro Monat steigt auf bis zu 1,5 Millionen Euro pro Unternehmen. Einheitliches Förderkriterium ist ein Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent. Auch die Abschlagszahlungen werden erhöht und für mehr Unternehmen verfügbar sein.
Die Anträge für die Novemberhilfe und Dezemberhilfe können noch bis zum 30.04.2021 gestellt werden.

Im Zuge der Überarbeittung der Überbrückungshilfe III wird die Neustarthilfe für Solo-Selbstständige einmalig auf 50% des Referenzumsatzes verdoppelt und die max. Betriebskostenpauschale auf 7.500 Euro erhöht. Details beim Bundesfinanzministerium.

Zudem verspricht das Land NRW mehr Hilfen für Gründer und Start-ups:

  1. Gründerstipendien: Alle Stipendien, die zwischen dem 01. März 2020 und dem 30. Juni 2020 auslaufen, können nun unbürokratisch um drei Monate verlängert werden. Dafür wird der Projektträger Jülich alle Stipendiatinnen und Stipendiaten kontaktieren. 
  2. Start-up-Transfer: Um Ausgründungen aus Hochschulen stärker zu unterstützen, verlängern wir auch den Förderzeitraum für Projekte, die zwischen dem 01. März 2020 und dem 30. Juni 2020 auslaufen, um drei Monate. Für die Antragsrunde zum 30. April 2020 können die Unterlagen auch nachgereicht werden, damit trotz Schließung vieler Hochschulen und Universitäten der jeweilige Projektstart nicht verzögert wird.
  3. Finanzierung: Die NRW.BANK legt das Programm „NRW.Start-up akut“ neu auf. Mit dem Wandeldarlehen erhalten Unternehmen, die nicht älter als drei Jahre sind, bis zu 200.000 Euro über eine Laufzeit von sechs Jahren. Das Darlehen ist endfällig oder kann zum Ende der Laufzeit bzw. mit Eintritt eines neuen Investors in Eigenkapital gewandelt werden. Vorteil: In der akuten Krise wird das Unternehmen nicht durch Zins- und Tilgungszahlungen belastet.
  4. Zusätzlich bessert die Förderbank für den Zeitraum der Corona-Krise ihre wichtigsten Start-up-Eigenkapitalprogramme NRW.SeedCap und NRW.Bank Venture Fonds nach.

Kleine Unternehmen und Existenzgründer habe die Möglichkeit, ohne Einschaltung ihrer Hausbank aus dem „Mikromezzaninfonds Deutschland“ Beteiligungskapital von bis zu 75.000 Euro direkt bei der Kapitalbeteiligungsgesellschaft (KBG) in Neuss zu beantragen. Sicherheiten sind hierfür vom Unternehmen nicht zu stellen. Richtet sich an kleine Unternehmen, Gründungen und spezielle Zielgruppen (u.a. Unternehmen die ausbilden, Gründungen aus der Arbeitslosigkeit).

Außerdem wurde der Zugang zur Grundsicherung für Selbstständige vereinfacht, z.B. entfällt die Vermögensprüfung in den ersten sechs Monaten, wenn erklärt wird, dass kein erhebliches Vermögen verfügbar ist. Dies gilt bei Neuanträgen, die zwischen dem 01.03.2020 und dem 31.03.2021 gestellt werden.

Infos für Kleinunternehmen und Selbstständige

 

 

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Was ist, wenn Mitarbeiter ein Tätigkeitsverbot erhalten und wegen häuslicher Quarantäne nicht arbeiten können? Wird Entschädigung bezahlt?

Sollte wegen des Corona-Virus ein Tätigkeitsverbot (zum Beispiel Quarantäne) ausgesprochen werden, kann eine Entschädigung beantragt werden. Zuständig in Nordrhein-Westfalen sind der Landschaftsverband Rheinland (für die Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf) und der Landschaftsverband Westfalen Lippe (für die Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster).

Das Gesundheitsamt kann nach § 29  und § 30 Infektionsschutzgesetz Menschen unter Quarantäne stellen. Wenn der Betroffene krank ist, gelten die Regeln für eine Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Diejenigen, die ohne Krankheit vorsorglich unter Quarantäne stehen, haben per Gesetz einen Anspruch auf Verdienstausfall in Höhe ihres Nettoeentgeltes. Den übernimmt zunächst der Arbeitgeber. Innerhalb von drei Monaten kann er nach § 56 Infektionsschutzgesetz einen Antrag auf Erstattung der ausgezahlten Beträge stellen.
Hinweis: Die angeordnete Schließung von Läden oder die Absage von Veranstaltungen zur Eindämmung des Coronavirus durch die örtlichen Behörden zählt nicht zu den Quarantäneverordnungen oder einem Tätigkeitsverbot! Ein Verdienstausfall auf Grundlage des IfSG wird in diesem Fall nicht erstattet.
Die Antragsstellung erfolgt ausschließlich über www.ifsg-online.de!

Infos zu Entschädigung für Personalkosten bei von Quarantäne betroffenen Beschäftigten

 

Können auch Selbstständige wegen einer angeordneten Quarantäne Entschädigung erhalten?

Selbstständige, deren Betrieb oder Praxis während einer angeordneten Quarantäne ruht, können nach § 56 Infektionsschutzgesetz bei der zuständigen Behörde – also dem jeweils zuständigen Landschaftsverband, siehe oben – einen „Ersatz der in dieser Zeit weiterlaufenden nicht gedeckten Betriebsausgaben in angemessenem Umfang“ beantragen.

 

 

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Welche weiteren Hilfen gibt es?

  • MID-Plus ist ein Zusatzprogramm im Rahmen von Mittelstand Innovativ & Digital, das Dienstleistern die Möglichkeit bieten soll bislang physisch ablaufende Beratungs- und Kursangebote ins Digitale zu verlagern. Konkrete Anwendungsbereiche sind z.B. Produktschulungen, Prozess-Trainings, Patientenaufklärung, Weiterbildungsseminare oder Sportkurse. Das Programm ist bis zum 30.06.2021 begrenzt. Infos zur Förderung hier.
  • Ausbildende KMU, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren aufrechterhalten, werden mit einer Ausbildungsprämie gefördert. Für das Ausbildungsjahr 2021/2022 wurden die Zuschüsse nun erhöht: Die bisherige Ausbildungsprämie für Betriebe, die ihr Ausbildungsniveau halten, erhöht sich von 2.000 Euro auf 4.000 Euro. Die Ausbildungsprämie plus für Betriebe, die ihr Ausbildungsniveau steigern, erhöht sich für das nächste Ausbildungsjahr von 3.000 Euro auf 6.000 Euro. Mehr Infos hier
  • Sozialversicherungsbeiträge können auf Antrag gestundet werden. Die Anträge sind einzeln bei den jeweiligen Krankenkassen zu stellen.
  • Das Förderprogramm „Mittelstand Innovativ & Digital“ (MID) des NRW-Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen bei Neu- und Weiterentwicklungen sowie der Digitalisierung eigener Produkte, Dienstleistungen und Fertigungsverfahren. Über Gutscheine werden Fördermittel für die Beauftragung externer Fachleute aus Wissenschaft und Technologie bereitgestellt. Unternehmen können also eine anteilige Kostenerstattung für erbrachte Dienstleistungen beantragen.Zur Unterstützung während der Corona-Pandemie wird das Programm ausgeweitet. Für Anträge, die bis Ende Juni 2021 gestellt werden, gilt eine erhöhte Förderquote von 80% für kleine bzw. 60% für mittlere Unternehmen.
    Mehr Infos zum Programm hier
  • Das Förderprogramm "go-digital" unterstützt insbesondere kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft bis 100 Beschäftigten sowie Handwerksbetriebe bei der digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse. Praxiswirksam bietet das Programm Beratungsleistungen, um mit den technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Bereich Online-Handel, Digitalisierung des Geschäftsalltags und dem steigenden Sicherheitsbedarf bei der digitalen Vernetzung Schritt zu halten. Mit dem Programm kann auch die Einrichtung von Homeoffic-Plätzen finanziell unterstützt werden.
    Infos zu go-digital

 

 

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Infos für Handel, Hotellerie und Gastronomie


Aktuelle Meldungen

  • 19.04.2021: Mehr Unterstützung bei Digitalisierung
    Die NRW-Landesregierung stellt elf Millionen Euro für die Digitalisierung von kleinen und mittleren Unternehmen aus Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie bereit. Experten, sog. Digital-Coaches, beraten und begleiten Unternehmen bei der Weiterentwicklung ihres digitalen Geschäftsmodells.

  • 19.04.2021: Wieder click&collect im Wuppertaler Einzelhandel
    In Wuppertal gilt ab heute wieder die Corona-Notbremse. Das betrifft auch den Handel. Geschäfte außerhalb des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Drogeriemärkte, Blumen- oder Buchläden, Tankstellen etc.) müssen wieder auf kontaktloses click&collect umstellen. Alle Infos zu den Regelungen in Wuppertal auf der Info-Seite der Stadt.
  • 29.03.2021: Einkaufen mit Schnelltests möglich
    Statt in einen erneuten Lockdown zu gehen, erprobt die Stadt Wuppertal ab heute ein Öffnungsmodell mit Schnelltests. Demnach dürfen Einzelhandelsgeschäfte weiterhin Kunden per click&meet-Verfahren empfangen, wenn diese beim Besuch einen tagesaktuellen, negativen Schnelltest vorlegen können.
  • 09.03.2021: Nützliche Formulare rund um click&meet
    Im Downloadcenter des Handelsverbands NRW stehen HändlerInnen verschiedene Formulare und Vordrucke zur Verfügung, z.B. Hinweise zur Terminbuchung (click&meet) oder zur Erfassung von Kundendaten.
    Bitte beachten Sie: Eine fortlaufende Liste, auf der KundInnen sämtliche andere Kundendaten einsehen können, ist nicht zulässig!
  • 01.03.2021: "Neustart Kultur" gilt auch für Musik- und Buchhandlungen
    Im Rahmen des Förderprogramms "Neustart Kultur" können auch Anträge von Musikhandlungen und Bücherläden gestellt werden. Die Antragsstellung ist bis zum 30.April 2021 befristet.
    Gefördert werden Digitalisierungsprojekte inkl. der Beschaffung der entsprechenden Hard- und Software. Die max. Förderhöhe eines Projekts beträgt 7.500 Euro bei einem Eigenanteil von 20 Prozent (Buchhandel) bzw. max. 15.000 Euro (Musikhandel).
    Infos für den Buchhandel

    Infos für den Musikhandel

Weitere Tipps zu E-Commerce

  • (Online-)Seminare des Handelverbands NRW Rheinland
  • (Online-)Seminare des Kompetenzzentrum Handel
  • Gutscheinsystem der Online City Wuppertal
  • Tipps zur Gestaltung eines Online-Shops
  • Video-Tutorial Kundenkontakt über WhatsApp Business
  • Merkblatt: Tipps in der Corona-Krise
  • 25.06.2020:Schnell & datenschutzkonform: Gäste-Daten digital erfassen
    Name, Anschrift und Telefonnummer – diese Daten müssen Gastronomen derzeit von ihren Gästen bei einem Besuch im Restaurant, im Café oder in der Bar erheben. Mit Hilfe dieser Angaben sollen Gesundheitsämter im Fall einer Corona-Erkrankung Kontaktpersonen schneller identifizieren und Infektionsketten nachvollziehen können.
    Allerdings bedeutet diese Regelung einen zusätzlichen Arbeitsaufwand für Gastronomen. Auf der anderen Seite stößt die Erhebung der persönlichen Daten bei manchen Gästen auf wenig Verständnis, die sich darum sorgen, dass ihre Adressen öffentlich „rumliegen“.
    Eine sichere und wenig aufwendige Methode ist die digitale Gäste-Erfassung. Software-Anbieter haben Systeme entwickelt, die die notwendigen Angaben schnell und kontaktlos über das Smartphone erfassen. Die Systeme sind an die Datenschutzgrundverordnung angepasst. Ein weiterer Vorteil ist, dass Gäste sich selbst ins digitale System eintragen können. Somit muss kein Papier mehr ausgelegt und später abgeheftet werden. Auch die Bereitstellung und Desinfektion der Stifte entfällt.
    Anbieter sind beispielsweise „Digital Waiter“ oder „GastIdent“. Im Café du Congo im Luisenviertel wird solche ein System bereits erfolgreich angewendet. Und so funktioniert es: Auf den Tischen werden QR-Codes platziert, die der Gast mit der Handykamera abscannt. Daraufhin öffnet sich ein Kontaktformular, in das der Gast seine Daten einträgt. Diese werden verschlüsselt in der App gespeichert, sodass sie nur durch den Account-Inhaber (in diesem Fall der Gastronom) wieder lesbar gemacht werden können. Viele Systeme werden derzeit als kostenlose Basis-Versionen angeboten.
    Das App-basierte Verfahren ist kundenfreundlicher, reduziert den Aufwand für die Gastronomen und spart Papier ein.
    Mehr Infos
    Digital Waiter
    GastIdent

Tipps zum Arbeitsschutz & Wiedereröffnung

Anlauf- und Infostellen

Infos für die Tourismusbranche

 

 

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Infos für die Kultur- und Kreativwirtschaft

 

  • 11.01.: Hilfsprogramm für Kinos startet
    Das Land NRW stellt unter dem Titel "Film ab NRW" 15 Millionen Euro zur Unterstützung der Kinos bereit. Alle Infos zur Antragsstellung gibt es beim Projektträger Jülich.

  • 02.07.: 185 Millionen für NRW-Stärkungspaket "Kunst und Kultur"
    Das Stärkungspaket der Landesregierung besteht aus zwei Teilen. Es gibt ein Stipendienprogramm für freischaffende Künstlerinnen und Künstler in Höhe von 105 Millionen Euro. Es soll das Bundesprogramm „Neustart Kultur“ ergänzen. Mit rund 15.000 Stipendien in Höhe von jeweils 7.000 Euro sollen begonnene Projekte zum Abschluss gebracht werden, neue Vorhaben konzipiert oder umgesetzt oder neue Vermittlungsformate erprobt werden. Die Ausschreibung soll zeitnah erfolgen und richtet sich an freischaffende, professionell arbeitende Künstlerinnen und Künstler aller Sparten mit Hauptwohnsitz in Nordrhein-Westfalen.
    Der zweite Teil des Stärkungsfonds konzentriert sich vom Land oder den Kommunen getragenee, kulturell bedeutsame Einrichtungen sowie auf freie gemeinnützige Initiativen. Die Mittel unterstützen Einrichtungen, die wegen Corona-bedingter Einschränkungen keine ausreichenden Einnahmen erwirtschaften können und sich daher in einer finanziell angespannten und den Weiterbetrieb gefährdenden Situation befinden.
  • Infos zum Stipendium "Auf geht´s"
  • Creative.NRW
  • Nothilfe-Programm für GEMA-Mitglieder
  • NRW-Soforthilfe 2020
  • Kulturbüro Wuppertal
  • Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW

 

 

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Kontextspalte

IHK-Hotline

Die Bergische IHK hat eine Hotline für Unternehmen bei Fragen zum Coronavirus eingerichtet.

Tel.: 0202 2490 555