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Aktuelles | 17.04.2026

Wuppertal überzeugt auf wire & tube

Lokale Unternehmen zeigen ihre technologischen Lösungen auf der internationalen Leitmesse für die Rohr- und Kabelindustrie.

Zerstörungsfreie Werkstoffprüfung: Die Technik von KARL DEUTSCH Prüf- und Messgerätebau kommt bei hochbelasteten Bauteilen zum Einsatz.

Ein modularer, vollautomatisierter Doppelwickler. Hochpräzise Maschinen zur Bandkantenbearbeitung. Oder neue Anlagen für die Kaltumformung von Schrauben. Acht Unternehmen mit Wurzeln oder Niederlassungen am Standort präsentierten ihre Technologien und Entwicklungen auf der internationalen Leitmesse für die Draht-, Kabel- und Rohrindustrie.
Eine Delegation aus Wuppertal verschaffte ein eigenes Bild vom starken Wuppertaler Auftritt: Oberbürgermeisterin Miriam Scherff, Wirtschaftsdezernentin Dr. Sandra Zeh, die Vorständin der Wirtschaftsförderung Eva Platz, Wuppertal Marketing Geschäftsführer Martin Bang und Wirtschaftskoordinator Dr. Jan Hendrik Gravert besuchten die lokalen Aussteller. Im Mittelpunkt standen die Neuheiten aus Wuppertal, die Eindrücke der Unternehmen von der Messe und die Frage, welche Themen die Industrie aktuell bewegen.

Präzision als Effizienztreiber: Die Berger Gruppe zeigte Lösungen für die perfekte Bearbeitung von Schnittkanten.

KARL DEUTSCH Prüf- und Messgerätebau (Öffnet in einem neuen Tab) präsentierte Lösungen für die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung, die insbesondere bei sicherheitskritischen und hochbelasteten Bauteilen zum Einsatz kommen – etwa in der Luftfahrt, im Automotive-Bereich oder zunehmend auch in der Eisenbahnindustrie. Blickfang am Messestand war ein großer Roboterarm, der für einen internationalen Kunden aus der Stahlindustrie mit Prüfköpfen und Messtechnik-Software ausgestattet wurde. Damit werden automatisiert Schweißnähte in Rohren überprüft. Ein wichtiger Entwicklungsschritt seit der letzten Messe: Die KI-gestützte Messtechnik des Unternehmens ist inzwischen fertig entwickelt und kann in der Praxis eingesetzt werden.

Die Heinz Berger Maschinenfabrik, Teil der Berger Gruppe (Öffnet in einem neuen Tab), präsentierte ihre Lösungen für die spanabhebende Bearbeitung von Metallbändern. Das Unternehmen ist seit Jahrzehnten auf die präzise Bearbeitung von Schnittkanten spezialisiert und gehört in diesem Segment zu den technologisch führenden Anbietern. Der Nutzen zeigt sich direkt in der Anwendung: Hochwertig bearbeitete Schnittkanten ermöglichen es Kunden, ihre nachgelagerten Prozesse effizienter zu gestalten und den Energieeinsatz beim Schneiden – beispielsweise von Rohren – spürbar zu reduzieren.

Stahlhandel im Wandel: Holzrichter setzt auf effiziente Prozesse zur C02-Reduktion.
Nachhaltige Werkstoffe im Einsatz: Sachsenröder verzeichnet aktuell eine hohe Anfrage aus dem Offshore-Bereich.

Die Holzrichter GmbH (Öffnet in einem neuen Tab) (Teil der SPAETER-Gruppe) ist als Großhandelsunternehmen auf Walz- und Edelstahlprodukte spezialisiert. Das Unternehmen arbeitet mit zertifizierten Produzenten zusammen und bietet unter anderem oberflächenveredelte und kaltgewalzte Stahlbleche an. Im Gespräch wurde deutlich, dass die CO₂-Reduktion in den Lieferketten eine zunehmende Rolle spielt. Gleichzeitig kündigte Holzrichter an, seine Lagerkapazitäten in Wuppertal zu bündeln und Prozesse damit effizienter zu gestalten.

Sachsenröder (Öffnet in einem neuen Tab) setzt mit dem Werkstoff Endlos-Vulkanfiber auf eine nachhaltige Alternative zu Kunststoff. Das Material basiert auf Naturfasern und kann beispielsweise für Wuchshüllen im Forstbereich eingesetzt werden, die sich selbst zersetzen und nicht entsorgt werden müssen. Unter dem Markennamen „Gesadur“ produziert das Unternehmen zudem Drück- und Laufrollen mit einem Naturfaseranteil von rund 60 Prozent auf Baumwollbasis. Hier besteht aktuell eine hohe Nachfrage im Offshore-Bereich.

Kaltumformung neu gedacht: WAFIOS Umformtechnik zeigte sein weiterentwickeltes Umformzentrum für Kleinstschrauben.
Individuelle Lösungen: Tensometric entwickelt Geräte zur elektronischen Zugkraftmessung an laufenden Materialien.

WAFIOS Umformtechnik (Öffnet in einem neuen Tab) gehört zu den führenden Herstellern von Maschinen und Werkzeugen für die Kaltumformung, etwa zur Produktion von Befestigungselementen wie Schrauben. Auf der Messe wurden verschiedene Anlagen vorgestellt, darunter ein Pneumatic Transport System. Fertigteile werden direkt an der Matrize aus der Maschine geführt und automatisch sortiert. Zudem hat das Unternehmen sein Umformzentrum für Kleinstschrauben modernisiert und um neue Funktionen wie integrierte IQ-Features und ein Finishing-Modul erweitert.

Dass hochspezialisiertes Know-how nicht von der Unternehmensgröße abhängt, zeigte Tensometric (Öffnet in einem neuen Tab). Das kleine Unternehmen mit neun Mitarbeitenden, ist auf die Entwicklung von Geräten zur elektronischen Zugkraftmessung an laufenden Materialien fokussiert. Die Lösungen werden individuell auf Kundenanforderungen zugeschnitten. Auf der Messe zeigte das Unternehmen unter anderem ein weiterentwickeltes elektronisches Fadenspannmessgerät.

Sicher verpackt: FROMM Verpackungssysteme zeigte verschiedene Umreifungssysteme.
Sorgten mit ihrem modularen Doppelwickler für Aussehen: Kühne & Vogel mit der Niederlassung in Wuppertal.

FROMM Verpackungssysteme (Öffnet in einem neuen Tab) präsentierte sein Portfolio an industriellen Verpackungslösungen, das von Umreifungssystemen über Kartonverschließer bis hin zu Folienstretchsystemen reicht. Das Unternehmen ist Teil einer international tätigen Gruppe, in Wuppertal sind Vertrieb und Service angesiedelt. Aktuell liegt ein Schwerpunkt auf Lösungen für die Holzindustrie sowie auf individuell angepassten Systemen zum Produktschutz und zur Transportsicherung.

Noch vergleichsweise jung am Standort ist die Wuppertaler Niederlassung von Kühne & Vogel (Öffnet in einem neuen Tab), einem international tätigen Unternehmen für Prozessoptimierung und Antriebstechnik. Der Standort in Wuppertal wurde von ehemaligen Mitarbeitenden des früheren Maschinenbauunternehmens Leimbach aufgebaut. In Wuppertal wurde eine modulare, vollautomatische Doppelwickler-Maschine entwickelt, die auf der Messe auf großes Interesse stieß. Mit derzeit rund 14 Mitarbeitenden, bereits angemeldeten Patenten und einer hohen Nachfrage plant das Unternehmen weiteres Wachstum am Standort Wuppertal.

Fazit von der Messe

Die Gespräche zeichneten ein differenziertes Bild. Während einige von sehr guten Messekontakten sprachen, nahmen andere eher eine zurückhaltende Dynamik angesichts der globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wahr. Die aktuelle Unsicherheit erschwert vorausblickende Planungen und Investitionen.

Trotzdem präsentierte die wire & tube sich wieder als Bühne für internationale Branchentrends. Dieses nutzen die Wuppertaler Unternehmen um ihre Lösungen ins Schaufenster zu stellen: technologisch ganz weit vorne, hochspezialisiert und auf Kundenbedürfnisse zugeschnitten.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

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