Die Techtextil gilt als weltweit führende Fachmesse für technische Textilien und Vliesstoffe – und Wuppertal war ganz vorne mit dabei: Mit insgesamt elf ausstellenden Unternehmen präsentierte sich die Stadt als einer der stärksten Standorte auf internationaler Bühne. Die hohe Präsenz unterstreicht die besondere Bedeutung der Textilindustrie für den Wirtschaftsstandort Wuppertal und zeigt gleichzeitig, wie enorm sich die Branche gewandelt hat.
Im Mittelpunkt steht heute weniger die auf Masse ausgelegte Produktion als vielmehr die Entwicklung innovativer Lösungen. Neue, zunehmend auch nachhaltige Werkstoffe, hochspezialisierte Anwendungen und effiziente Verarbeitungsverfahren prägen das Bild. Die Unternehmen aus Wuppertal bedienen damit eine Vielzahl anspruchsvoller Branchen – von der Bauindustrie über Automobil- und Luftfahrtindustrie bis hin zur Medizintechnik.
Bei einem Rundgang über die Messe wurde die gesamte Bandbreite deutlich.
Unternehmen auf der Techtextil 2026
- Gebrüder Jaeger (Öffnet in einem neuen Tab) entwickelt auf Basis von Textil- und Kunststoffkomponenten maßgeschneiderte Lösungen und positioniert sich als Entwicklungs- und Fertigungspartner für unterschiedliche Industrien, etwa der Bauindustrie.
- Bobotex (Öffnet in einem neuen Tab) zeigte mit seiner „Green Line“, wie biobasierte Rohstoffe zunehmend Einzug in industrielle Anwendungen finden und unterstreicht damit seiner Innovationsführerschaft bei Walzenbezügen.
- vombaur (Öffnet in einem neuen Tab) steht besonders für nahtlose Webschläuche und 3D-Gewebe, die dadurch durchgängig dieselben Oberflächeneigenschaften aufweisen, hergestellt auf speziell dafür entwickelten Webstühlen. Mit dem bevorstehenden Umzug in den CTPark Wuppertal, der Anfang Mai ansteht, setzt das Unternehmen zudem ein klares Zeichen für den Standort Wuppertal. (Öffnet in einem neuen Tab)
- Barthels-Feldhoff (Öffnet in einem neuen Tab) entwickelt u.a. geflochtene Verstärkungstextilien, die insbesondere in Faserverbundwerkstoffen eingesetzt werden. Die Produkte sind leicht und gleichzeitig hochbelastbar, was für eine Nachfrage etwa im Automobilbau, Luftfahrt oder Sport sorgt.
- Leister (Öffnet in einem neuen Tab) Technologies Deutschland (Öffnet in einem neuen Tab) präsentierte Technologien zum Verschweißen und Abdichten technischer Textilien. Diese können u. a. beim Aufbau mobiler Infrastrukturen im Katastrophenschutz zum Einsatz kommen.
- AMOHR Technische Textilien (Öffnet in einem neuen Tab) arbeitet an intelligenten Textilien, die Sensorik und Datenübertragung integrieren. Aktuell in der Entwicklung ist derzeit ein Band zur Überwachung der Atmung mit Anwendungspotenzialen im Sport ebenso wie in der Medizintechnik.
- Otto Weber Band (Öffnet in einem neuen Tab) verbindet Bandfertigung mit Beschichtungslösungen. Ein patentiertes Produkt verhindert das brennende Abtropfen von Materialien und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit, etwa bei Schutzkleidung für die Feuerwehr oder im Flugzeugbau.
- Carl. Th. Hackenberg (Öffnet in einem neuen Tab) zeigte unter anderem leitfähige und antistatische Bänder. Solche Materialien werden gezielt eingesetzt, um elektrische Ladungen abzuleiten oder empfindliche technische Systeme zu schützen, beispielsweise in industriellen Anwendungen oder im Arbeitsschutz.
- Intex Consulting (Öffnet in einem neuen Tab) steht für die digitale Transformation der Branche. Mit spezialisierten ERP- und MES-Software-Lösungen unterstützt das Unternehmen textile Betriebe dabei, ihre Prozesse effizienter zu gestalten.
- Teijin Aramid (Öffnet in einem neuen Tab) entwickelt Hochleistungsfasern für extreme Anforderungen – von schusssicherer bis hitzebeständiger Schutzkleidung. Am Standort Wuppertal werden neue Materialien nicht nur entwickelt, sondern auch unter realen Bedingungen getestet. Das Unternehmen verfügt über eine hochmoderne Schießanlage am Standort Wuppertal.
- Artur Mönch (Öffnet in einem neuen Tab) produziert elastische und unelastische Bänder für unterschiedlichste Einsatzbereiche – von der Medizin und Orthopädie bis hin zur Automobilindustrie. In dieser speziellen Nische gehört die Bandweberei zu den führenden Anbietern.
Der Auftritt auf der Techtextil zeigte: Wuppertal ist ein hochspezialisierter und innovationsgetriebener Standort für Technische Textilien. Insbesondere in der Entwicklung kundenspezifischer Lösungen und neuer Anwendungen verfügen die Unternehmen über ein tiefes Know-how. Gleichzeitig bieten sie eine hohe Fertigungstiefe bis zur Abdeckung der kompletten Wertschöpfungskette.



