Wie viel bleibt von einem Auftrag tatsächlich übrig, wenn Löhne, Subunternehmen, Fahrtkosten und Steuern bezahlt sind? Lange konnte Maximilian Abels, Geschäftsführer der NEXUS24 Security UG (Öffnet in einem neuen Tab), diese Frage nur auf Grundlage von Schätzungen beantworten. Heute sieht er jeden Monat genau, welche Kosten anfallen und welche Marge ein Auftrag erzielt. Möglich macht das eine Software, die er zunächst für den eigenen Betrieb entwickelt hat.
Vom WhatsApp-Chat zur digitalen Einsatzplanung
Der 26-Jährige hat den Wuppertaler Sicherheitsdienst im Dezember 2025 mitgegründet. Mit Subunternehmen koordiniert NEXUS24 Security inzwischen 60 bis 70 Einsatzkräfte. Die Organisation war anfangs entsprechend pragmatisch: Die Einsatzplanung lief über WhatsApp, Arbeitsstunden wurden mündlich weitergegeben und der Abgleich mit den Auftraggeber*innen erfolgte über Excel.
Abels begann deshalb, die fehlenden digitalen Werkzeuge selbst zu entwickeln. Schritt für Schritt entstand eine Lösung, die verschiedene Abläufe miteinander verbindet: von der Einsatzplanung mit Schichtbörse über den Check-in per Smartphone bis zum digitalen Stundenabgleich, auf den Auftraggebende, Büro und Subunternehmen gleichermaßen zugreifen können.
Auch die Lohnabrechnung und Rechnungsstellung lassen sich auf Basis der erfassten Arbeitszeiten vorbereiten. Hinzu kommen die Berechnung der Umsatzsteuer-Vorauszahlung und die Auswertung der Marge je Kund*in. Eine KI-gestützte Telefonleitstelle nimmt außerdem Anrufe entgegen, wenn nachts niemand erreichbar ist.
„Vorher habe ich geschätzt. Erst durch die App haben wir gemerkt, wo unsere alten Zahlen falsch waren“, sagt Abels. Die Software hilft damit nicht nur bei der Organisation des laufenden Betriebs, sondern schafft auch eine verlässlichere Grundlage für wirtschaftliche Entscheidungen.
Ein Softwarebaukasten für weitere Branchen
Aus der internen Lösung ist inzwischen das Produkt „Shift Buddy“ entstanden. Für Sicherheitsdienste ist die Software bereits auf die branchenspezifischen Anforderungen zugeschnitten. Darüber hinaus lässt sich der digitale Baukasten an andere Betriebe anpassen, in denen Schichten, Einsätze und Arbeitsstunden koordiniert werden müssen. Dazu zählen beispielsweise Unternehmen aus der Pflege, der Gebäudereinigung, dem Handwerk oder der Veranstaltungsbranche.
Seit Oktober treibt Maximilian Abels die Weiterentwicklung von Shift Buddy im Akzelerator des Technologiezentrums Wuppertal W-tec voran. Der nächste Schritt ist die Erprobung in weiteren Unternehmen. Gesucht werden Pilotbetriebe, die die Software in ihren eigenen Arbeitsalltag integrieren und mit ihrem Feedback zur Weiterentwicklung beitragen möchten.
Sein Ansatz ist dabei bewusst praxisorientiert: „Die meisten Betriebe brauchen keine KI-Strategie, sondern jemanden, der ihnen die Arbeit abnimmt, die liegen bleibt.“
Vom IHK-Landesbesten zum Gründer
Auch der berufliche Weg von Maximilian Abels ist vielseitig. 2021 wurde er IHK-Landesbester in Nordrhein-Westfalen als Kaufmann für Versicherungen und Finanzen. Er ist Wirtschaftsfachwirt, spielte mehrere Jahre als professioneller E-Sportler in der League-of-Legends-Prime-League, unterrichtet in der Erwachsenenbildung und schreibt als Fachautor für den Kiehl Verlag zur Prüfungsvorbereitung.
Mit Shift Buddy verbindet er kaufmännisches Wissen und praktische betriebliche Erfahrung mit der Entwicklung digitaler Lösungen. Dass die Software aus einem konkreten Problem im eigenen Unternehmen entstanden ist, prägt auch den Anspruch an das Produkt: Es soll Abläufe vereinfachen und Betrieben helfen, ihre Zahlen besser im Blick zu behalten.
Demo ansehen und Shift Buddy testen
Unternehmen, die den Softwarebaukasten kennenlernen oder als Pilotbetrieb testen möchten, können sich die Demo ohne Anmeldung unter getshiftbuddy.app (Öffnet in einem neuen Tab) ansehen.
Für Fragen und weitere Informationen steht Maximilian Abels telefonisch unter 0151 68401953 zur Verfügung.



